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Absolventin Katharina Rapp bei der London Graduate Fashion Week
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    AMD Blog

    Absolventin Katharina Rapp bei der London Graduate Fashion Week

    Im Rahmen der International Catwalk Show präsentieren über 40 hochkarätige internationale Hochschulen auf der diesjährigen London Graduate Fashion Week (LGFW) die Kollektionen ihrer Absolventinnen und Absolventen. Auch die AMD ist mit der vollständig nachhaltigen und experimentellen Kollektion von Katharina Rapp am 5. Juni 2019 auf der bedeutenden Plattform vertreten. Im Interview hat uns die 23-Jährige von ihren Inspirationsquellen und Zukunftsplänen erzählt.

    Herzlichen Glückwunsch. Deine Abschlusskollektion “Draft of Evolution” wurde auserwählt, du zeigst sie im Juni auf der LGFW. Was waren deine ersten Gedanken?

    Als ich für die London Graduate Fashion Week nominiert wurde hätte ich mir niemals vorstellen können, tatsächlich bei diesem Event dabei zu sein. Es gibt so viele talentierte junge Designer an der AMD, die es alle verdient hätten in London ihre Kollektion zu zeigen. Als dann die Nachricht kam, dass dass die Jury der AMD mich und meine Abschlusskollektion ausgewählt hat, konnte ich es kaum glauben. London ist eine meiner Lieblingsstädte und in Bezug auf Mode das absolute Nonplusultra. Ich bin unglaublich stolz und glücklich, von der AMD die Chance zu bekommen, neben internationalen Jungdesignern aufzutreten und einen Einblick in die dortige Modewelt zu werfen.

    Worauf bist du in London gespannt?

    Ich bin vor allem gespannt auf die Atmosphäre in London während der Graduate Fashion Week. Der ganze Ablauf wirkt sehr professionell und ich freue mich auf die Location und den Tag der Show. Auch bin ich gespannt auf die anderen Studenten, die dort teilnehmen. Ich freue mich darauf, neue Kontakte zu knüpfen und die Kollektionen der englischen und internationalen Studenten zu sehen.

    Was war deine Inspiration und das Konzept bei der Kollektion?

    Ich habe mich bei meiner Kollektion vor allem von dem Thema „Verlauf“ inspirieren lassen. Ich habe die Aussage getroffen, dass wir in unserem Leben nicht immer den geradlinigen und von der Gesellschaft vorgegebenen Weg gehen müssen. Das macht ja jeder – wo bleibt da das Besondere? Nur indem man sich verläuft, kann man einen neuen Ansatz finden – einen Ansatz den sonst keiner hat.

    Sobald ich mich tiefer mit diesem Thema beschäftigt habe, begegneten mir Verläufe auf unterschiedlichstem Wege. Vor allem aber in der Natur, wo nichts nur eine Farbe hat, sondern unendliche Abstufungen und Verläufe von Farben, die Emotionen und Dynamik vermitteln. Verläufe sind Teil unserer Entwicklung und geben uns einen neuen Blickwinkel. Dieses Thema habe ich versucht mit Hilfe von selbst gestalteten Farbverläufen, nachhaltigen Materialien und klassischen Silhouetten umzusetzen.

    Wo findest du Inspirationen und neue Ideen für Kollektionen?

    Inspirationen sind Teil unseres Lebens, wenn nicht sogar das Leben. Es können Gespräche, aktuelle Themen und historische Personen sein, oder eben nur eine Oberflächenstruktur oder Farbe. Sobald man einen spannenden Ansatz gefunden hat, geht es aber erst richtig los mit der Recherchearbeit. Es ist ein langer Prozess, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen und schließlich daraus eine Kollektion zu entwickeln – aber meiner Meinung nach der tollste Prozess der Welt.

    Du hast nun deinen Bachelor-Abschluss, was sind deine Zukunftspläne?

    Ich habe mich noch während meines Bachelors für den Masterstudiengang „Trade Management in Textile Business“ an der HAW beworben und wurde angenommen. Seit März studiere ich also in Hamburg und lerne die Hintergründe der Modebranche kennen.

    Während meines Studiums an der AMD habe ich viel über Nachhaltigkeit und die Wichtigkeit einer fairen textilen Kette gelernt. Mein Ziel ist es, die Modebranche nachhaltiger und für alle Beteiligten besser zu machen. Hier hilft mir der Master, die Zusammenhänge zu verstehen. Trotzdem merke ich schon jetzt, dass ich durch und durch Designerin bin und auch gerne in diesem Bereich bleiben möchte.

    Möchtest du international arbeiten?

    Ich habe bereits nach meinem Abitur und während des Studiums immer wieder Zeit im Ausland verbracht und dabei so viel gelernt. Es macht mir Spaß mich auf neue Standorte, Menschen und Kulturen einzulassen und vor allem selber daran zu wachsen.
    Ich möchte auf jeden Fall international arbeiten, da vor allem die Modebranche international orientiert ist und dadurch so viel mehr spannende und talentierte Menschen zusammenkommen können.

    Was hast du an der AMD gelernt?

    Die AMD hat mir anfangs die Grundlagen einer Modedesignern beigebracht. Es ging hier vor allem um die Auseinandersetzung mit Materialien und visueller Darstellung, aber auch die Umsetzung einer Idee in ein Kleidungsstück. Speziell in Sachen Schnittführung und Fertigung hat mich die AMD sehr gut ausgebildet, was ich auch bei meinem Praktikum bei Iris van Herpen in Amsterdam gemerkt habe. Wenn man als Designerin die Grundlagen nicht beherrscht, kann man nicht wachsen. Auch wurden uns während des Studiums viele Projekte ermöglicht, die uns einen Einblick in verschiedene Bereiche der Branche boten.

    Vor allem während der letzten zwei Semester haben uns unsere Dozenten immer mehr Gestaltungsfreiheit gelassen und uns weiter gepusht, um uns an unsere Grenzen zu bringen. Dafür bin ich vor allem Ulrike Nägele und Verena Zins sehr dankbar. Ohne die beiden und ihren Input wäre ich vermutlich nicht da, wo ich heute bin.

    Welche Tipps hast du für junge Nachwuchsdesigner?

    Allen Nachwuchsdesignern da draußen rate ich, das Studium und die Freiheiten während dieser Zeit zu genießen und zu nutzen. Brecht richtig aus und versucht an euere Grenzen zu gehen. Holt euch eure Inspiration nicht von den klassischen Social Media Kanälen, sondern studiert die alten Designer, geht nach draußen und entdeckt eure eigenen Geschichten.Traut euch auch mal gegen den Strom zu schwimmen und euch zu verlaufen. Denn genau das macht euch einzigartig und nur damit kann man in dieser Branche Erfolg haben.

    Über Katharina Rapp: Die 23-jährige Hamburgerin absolvierte ihr Mode Design (B.A.) Studium an der AMD Akademie Mode & Design in München. Sie gewann 2019 den AMD Fashion Award in München für ihre herausragende Abschlusskollektion „Draft of Evolution“. Derzeit macht sie ihren Master im Fashion Business Bereich in Hamburg.

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