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2019 – Künstliche Intelligenz
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    2019 – Künstliche Intelligenz

    KÜNSTLICHE INTELLIGENZ, ALGORITHMEN UND IHRE AUSWIRKUNGEN AUF DESIGN- INNOVATIONEN – Wie man KI-basierte Designinnovationen nachhaltiger und ethischer gestalten kann – Erarbeitung der Grundzüge von KI-Designkompetenz (ein von der VW-Stiftung finanziertes Forschungsprojekt)

    Aktuell werden künstliche Intelligenz (KI) und Algorithmen im Bereich der Mode – vor allem im Design – noch in einem begrenzten Umfang eingesetzt. Große, digitalorientierte Player nutzen diese zurzeit noch überwiegend, um Konsumententrends zu beeinflussen sowie die Kundeninteraktion und den Handel zu verändern. Eine Vorreiterrolle spielen Marketing und Vertrieb, datengetriebene, KI-basierte Anwendungen sind in diesen Segmenten schon stark vertreten: Datensammlung und Analyse – Big Data und Data Analytics – sind fest etabliert. Im Bereich der Moderezeption können wir von einer intensiven Interaktion, die sich an Algorithmen orientiert, ausgehen. In Beschaffung und Produktion sind Daten über Rohstoffe noch nicht flächendeckend verfügbar. Künftig sollen vorhandene Ressourcen dergestalt trackbar sein, dass belastbare Prognosen gestellt werden können.

     

    Die Möglichkeiten, auf der Basis künstlicher Intelligenz auch Design-Innovationen zu entwickeln, nehmen durch Fortschritte in verschiedenen Wissensdisziplinen und die Weiterentwicklung von Softwarelösungen zu. Aktuell existieren aber noch keine einheitlichen Strukturen bei der Anwendung von algorithmischen und KI-basierten Lösungen. Kundenbedürfnisse und Kundenmodelle spielen zurzeit nur eine untergeordnete Rolle. In manchen Bereichen, beispielsweise im Modehandel oder in der Vermittlung von Mode, beeinflussen soziale Medien und deren algorithmisches Design allerdings bereits Influencer und Kunden mit Empfehlungen und Trends.

     

    Große Veränderungen – in Gestalt von Disruptionen – kündigen sich auch deshalb an, weil sich beispielsweise Anbieter aus dem Softwarebereich immer stärker auf alle Designbereiche verlegen. Es stellt sich die Frage, inwieweit diese Veränderungen auch ethisch und nachhaltig orientiert sind und die verschiedenen Akteure Ihre Gestaltungsmacht verantwortlich nutzen. Dies ist von herausragender Bedeutung, da die Veränderungen in unterschiedlichen Branchen und Lebensbereichen tiefgreifend sein und zur Neukonfiguration von Branchen und Methoden führen werden. Die Art, wie Designer und Hersteller Produkte gestalten und vermarkten, wird sich grundlegend verändern. Deswegen beschäftigt sich ein Forscherteam der Hochschule Fresenius mit den Dynamiken, die die Designwirtschaft und den Designkonsum in den nächsten zehn Jahren beeinflussen werden. Im Fokus der Analysen stehen die Bereiche Technologie, rechtliche Grundlagen, Werteverständnis und Mitwirkung von Kundenseite, Interaktion sowie Produktdesign und die damit verbundenen Dienstleistungen.

     

    Die Forscher der Hochschule erarbeiten auf Basis agiler Methoden und in Zusammenarbeit mit anderen Forschern und Experten einen Katalog mit Handlungsempfehlungen für die nachhaltige und ethische Entwicklung von algorithmischen und KI-basierten Designinnovationen und den dafür erforderlichen Kompetenzen (KI-Designkompetenzen). Es zeichnet sich ab, dass sich Designer und Entscheidungsträger in der Gestaltung neuer Angebote auf Basis von algorithmischen und KI-basierten Verfahren viel stärker mit den Themen Datenethik und verantwortungsbewusster Gestaltung auseinandersetzen müssen. So lässt sich wissensgestütztes Design, das außerdem von Datenanalysen getrieben ist, nutzen, um letztlich nachhaltige Produkte und ethische Vorgehensweisen zu befördern.

    Prof. Dr. Ingo Rollwagen

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