Die For­schung des Fach­be­reich Design der Hoch­schule Fre­se­nius fokus­siert zwei grund­sätz­li­che Ziele: Frei­heit der For­schung und gemein­same For­schung. Dass sie keine Wider­sprü­che sein müs­sen, zeigt die Clus­ter­bil­dung im Fach­be­reich. Denn die Pro­fes­so­rIn­nen ver­fol­gen sowohl ihre eige­nen For­schungs­in­ter­es­sen, wie sie auch in The­men­schwer­punk­ten der design­spe­zi­fi­schen For­schung zusam­men­fin­den und dadurch unter­schied­lich eng gestrickte Clus­ter bil­den. Vier Schwer­punkte bil­den sich der­zeit her­aus, die auf gro­ßes Inter­esse inner­halb und zuneh­mend auch außer­halb des Fach­be­reichs sto­ßen. Ein groß ange­leg­tes Lang­zeit­pro­jekt sind die „Visu­el­len Kul­tu­ren“. Sie bil­den das Dach­thema des Fach­be­reich Design der Hoch­schule Fre­se­nius, heben auf die visu­el­len Bedeu­tungs­ebe­nen zwi­schen Ästhe­tik, Gestal­tung und gesell­schaft­li­cher Bedeu­tung ab, erlau­ben den Kol­le­gIn­nen indi­vi­du­elle Bei­träge, die in einer Fach­be­reich eige­nen Publi­ka­ti­ons­reihe erschei­nen. Der For­schungs­schwer­punkt „Klei­dung und Gesell­schaft“ macht es sich zur Auf­gabe, zwi­schen den Koor­di­na­ten von Klei­dung, Mode, Markt und Käu­fer die Mode­theo­rie neu zu den­ken, indem das Bild und die Funk­tion der Klei­dung stär­ker in den Vor­der­grund rücken.

 

Ganz grund­sätz­lich um die Frage, was Design heute eigent­lich noch ist, geht es in dem Schwer­punkt „Die Dimen­sio­nen des Design“; denn die Infla­tion des Design­be­griffs sorgt mitt­ler­weile für Ori­en­tie­rungs­schwie­rig­kei­ten. Und schließ­lich ver­sucht der Clus­ter „Räume und Vir­tu­elle Rea­li­tä­ten“ die rasante Ent­wick­lung der 3D-Ani­ma­tion zu hin­ter­fra­gen und mit krea­ti­ven Ansät­zen der Gestal­tung wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

Die Ein­heit von Geschichte, Gegen­wart und Zukunft steht in der For­schung grund­sätz­lich im Zen­trum. Die his­to­ri­sche Ein­bin­dung von Fra­ge­stel­lun­gen ermög­licht das Ver­ständ­nis der Gegen­wart und die Gestal­tung der Zukunft. Über aktu­elle For­schungs­fra­gen bera­ten auch die pro­gramm­ver­ant­wort­li­chen Stu­di­en­de­kane des Fach­be­reichs, die sich zu regel­mä­ßi­gen Tref­fen zusam­men­fin­den, um über For­schungs­de­si­de­rate zu bera­ten. In die­sen Thinktanks ent­ste­hen Kon­zepte für wei­ter­füh­rende For­schun­gen und Tagun­gen.

Aktu­el­les

 

Ein­la­dung: AMD-Kon­fe­renz „Dres­sing Like an Artist“ am 6.7. in Ham­burg

Künst­le­ri­sche Selbst­in­sze­nie­run­gen und die Mode: Dies ist das Thema der Kon­fe­renz „Dres­sing Like an Artist“, die am Frei­tag, 6. Juli, ab 11 Uhr in der AMD Ham­burg statt­fin­den wird. Alle Inter­es­sier­ten sind zum Besuch herz­lich ein­ge­la­den.

Prof. Dr. Petra Leut­ner, Pro­fes­so­rin für Mode­theo­rie und Ästhe­tik an der AMD Ham­burg, erläu­tert das Thema der Kon­fe­renz: „Im Kon­text ästhe­ti­scher Pro­zesse per­so­ni­fi­zie­ren Künstler/innen und Schriftsteller/innen seit Beginn der Moderne Stil und Avant­garde. Nicht nur deren Kunst­werke ste­hen für das Neue und Beson­dere, son­dern häu­fig auch ihre Selbst­in­sze­nie­rung, die mit spe­zi­fi­scher Klei­dung ein­her­ge­hen kann. Die inter­dis­zi­pli­näre Kon­fe­renz setzt sich in ver­schie­de­nen Vor­trä­gen mit der Frage aus­ein­an­der, wie sich Künstler/innen seit Beginn der Moderne selbst insze­nie­ren und wel­che Rolle ihre Klei­der für die Mode spie­len. Die ita­lie­ni­sche Künst­le­rin Alba D’Urbano, die für ihre Arbeit ‚Haut­nah’ berühmt ist, wird auf der Kon­fe­renz ihr Werk vor­stel­len, das sich mit dem Ver­hält­nis von Kör­per und Kleid und mit künst­le­ri­scher Selbst­in­sze­nie­rung beschäf­tigt. Zudem wer­den Kol­lek­ti­ons­fo­tos von Stu­die­ren­den des AMD-Stu­di­en­gangs Mode Design (B. A.) aus­ge­stellt, die sich mit dem Thema „Künst­ler­klei­der“ befasst haben.


Alle Inter­es­sier­ten sind herz­lich ein­ge­la­den.
Eine Vor­anmel­dung ist nicht nötig.

Das Pro­gramm der Kon­fe­renz:

11.00-11.30 Begrü­ßung und Ein­füh­rung, Prof. Dr. Petra Leut­ner (AMD Ham­burg)

11.30-12.00 Prof. Dr. Bir­git Haase (HAW Ham­burg), Zwi­schen Bour­geoi­sie und Bohème - Zur ves­ti­men­tä­ren Selbst­in­sze­nie­rung von Künst­lern und Cou­turi­ers in der zwei­ten Hälfte des 19. Jahr­hun­derts

12.00-12.30 Prof. Dr. Chris­tine Mager­ski (Uni­ver­si­tät Zagreb), Gibt es eine Logik der Mode? Zum Kon­nex von Kunst, Mode und Lebens­re­form um 1900

12.30-13.00 Pause

13.00-14.00 „Haut­nah“ - Die Künst­le­rin und Kunst­pro­fes­so­rin Alba D’Urbano stellt ihre Arbei­ten vor, anschlie­ßend Dis­kus­sion

14.00-14.30 Prof. Dr. Gor­don Mit­chell (Uni­ver­si­tät Ham­burg), Pas­sende Out­fits für den limi­na­len Raum: Künst­le­rIn­nen als Pries­ter und Pro­phe­ten

14.30-15.00 Prof. Dr. Anto­nella Gian­none (Wei­ßen­see Kunst­hoch­schule Ber­lin), Der Kör­per der Künstler*innen. Selbst­in­sze­nie­run­gen im Span­nungs­feld von Kunst, Mode und Medien

15.00-15.30 Dis­kus­sion und Abschluss

 

Credit Pla­kat und Flyer:
Foto­graf: Hol­ger Nit­schke
Desi­gne­rin: Lena-Marie Cars­tens

Credit Foto und Ent­wurf:
Simin Bier­wirth

KON­TAKT

BER­LIN

PROF. DR. HABIL PHIL­IPP ZITZL­SPER­GER
Pro­fes­sur für Bild­wis­sen­schaft und
For­schungs­de­kan
T: +49 (0)30 – 58 58 308-10 philipp.zitzlsperger@amdnet.de