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Gastdozentin Gabriele Strehle im Interview
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    AMD Blog

    Gastdozentin Gabriele Strehle im Interview

    Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – das musste selbst Gabriele Strehle zuerst erfahren. Als Modedesignerin ist sie schon seit Jahrzehnten im Geschäft und weiß deshalb genau, was es als Neuling in der Branche braucht. Für das Projekt „Tailored Romance“ gibt sie als Gastdozentin den angehenden Mode Design (B.A.) – Studierenden die entscheidenden Werte mit, auf die Designerin bis heute nicht verzichtet.

    Was ist der persönliche Beweggrund für Sie, zu unterrichten?

    Es gibt einen Wert, den sich niemand kaufen kann und auch nicht im Crash-Kurs aneignen: die Erfahrung. Ich selbst habe von der Erfahrung der ausgezeichneten Lehrer an der damaligen Meisterschule für Mode in München profitiert und habe nie vergessen, was ich ihnen verdanke. Schon deshalb ist es mir ein Anliegen, nun meine jahrzehntelange Erfahrung weiterzugeben, die schlechten wie die guten. Es bringt in diesem Beruf wenig, darüber Bücher zu verfassen. Gerade die Finessen des „Tailorings“ lassen sich nur im direkten Kontakt vermitteln und im wahren Wortsinn begreifen.

    Was sind die Ziele bei Ihrer Semesterarbeit an der AMD?

    Dass die Studierenden der AMD Freude an der Präzisionsarbeit bekommen und verstehen, wie wesentlich das Erfassen einer Persönlichkeit für das wirklich Maßgeschneiderte ist. „Tailoring“ verlangt Psychologie und Handwerk, Einfühlung in das Modell und in die Materialien. Also höchste Präsenz.

    Haben Sie eine persönliche Verbindung zum Thema Tailored Romance?

    Ich bin ein romantischer Mensch und glaube, das ist unabdingbar für diesen Beruf. Menschen kaufen mit der Mode ein Stück Traum. Nur wer selbst noch träumerisch ist, kann diese Träume erfüllen.

    Welche Eigenschaften sollte ein Jungdesigner mitbringen?

    Altmodische, denn die sind wieder hochmodern: Fleiß, Wissbegierde und Teamgeist.

    Denken Sie, dass es junge Designer heute leichter oder schwerer haben?

    Vieles wird ihnen zu leicht gemacht, und das macht ihnen später das Weiterkommen schwer. Wer keine Lust an den strapaziösen Seiten diese Berufs hat, wer nicht die Knochenarbeit liebt, die das Schneiderhandwerkliche nun mal ist, der wird keine persönliche Handschrift entwickeln. Nur diejenigen, die fragen, die brennen, die es nicht bequem habe wollen, die profitieren auch.

    Zum Modedesign-Projekt:

    „Tailored Romance“ heißt der Projektname, an dem Modedesign-Studierende im 2. Semester an der AMD Akademie Mode & Design in diesem Sommersemester arbeiten. Unterrichtet werden sie in diesem Projekt von niemand geringerem als dem erfolgreichen Duo Gabriele Strehle (Mode-Designerin) und Bettina Hammerl (Mode-Managerin).

    Die herausfordernde Aufgabe: 2 zeitgemäße Modeentwürfe unter der formalen und farblichen Inspiration eines Gemäldes der sogenannten Nymphenburger Schönheiten kreieren. Sie dürfen elegant und experimentell sein. Es vereinen sich zwei unterschiedliche Themenwelten: Biedermeier meets modern design.

    Über das Semester hinweg begleiten Gabriele Strehle und Bettina Hammerl die Studierenden – von der Konzeption, der Entwurfsmethodik, über das 3-D Prototyping, dem Nesselfitting bis hin zum Shooting im Nymphenburger Schloss und anschließender Prüfungspräsentation. Gemeinsam mit AMD Modeprofessorin Ulrike Nägele haben die Modedesignerinnen Konzeption und wichtige Meilensteine entwickelt und festgelegt.

    Foto Tailored Romance: © Alena Schleef
    Hair&MakeUp: © Tanja Schuster
    Model: © Vanessa Rehmsmeier
    Foto Gabriele Strehle: © Egbert Krupp

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