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Das eigene Modelabel: Interview mit Natalie und Cristina von NAVÍV
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    Das eigene Modelabel: Interview mit Natalie und Cristina von NAVÍV

    Mit dem Gedanken sich selbstständig zu machen, spielten Natalie Natal und Cristina Galvez Lecaros schon während ihres Mode- und Designmanagement (B.A.) Studiums – und so entscheiden sie ihm Jahr 2016 das Modelabel NAVÍV zu gründen. Hochwertige Frauenbekleidung, die sich nicht nach aktuellen Trends richtet, sondern zeitlose Designs repräsentiert, dafür steht NAVÍV. Im Interview verraten die beiden Berlinerinnen, was ihnen beim Designen am wichtigsten ist, was ihr Label einzigartig macht und wie es für sie war, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

    Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

    Die Idee hat sich im Laufe der Zeit entwickelt. Während der Bachelorarbeit haben wir den Entschluss gefasst uns selbstständig zu machen. Der Grundgedanke einer schlichten, zeitlosen Linie für alle Typen von Frauen, insbesondere kurvige war der Ausgangspunkt. Das heißt wir erkannten, und sehen immer noch den Bedarf an einem Modelabel, das nicht zu trendorientiert ist und gewisse Werte vermittelt. Die konkrete Idee haben wir dann immer wieder überarbeitet.

    Was macht euch einzigartig und was macht ihr anders als alle anderen?

    Die meisten Labels gehen vom Produkt und einem Designgedanken aus und entwickeln so eine Kollektionsidee. Wir gehen als erstes von der Kundin aus. Wir fragen uns, was sie braucht, was sie woanders nicht findet. Durch unsere Erfahrung im Einzelhandel versuchen wir Mode aus den Augen der kauffreudigen Kundin zu sehen. Durch gutes Zuhören und Beobachten haben wir ein Gefühl entwickeln können, welche Probleme es am Markt gibt und wie wir ihnen entgegenwirken können.

             

    Neue Ideen umzusetzen kostet Geld. Wie finanziert ihr euch?

    Wir finanzieren uns durch einen Kredit. Wir produzieren nicht auf Anfrage, sondern haben direkt eine komplette Kollektion produzieren lassen. Das kostet erst einmal Geld, ist aber preiswerter als Einzelanfertigungen. Das sollte natürlich je nach Produkt und Situation entschieden werden. Ratsam ist es aber, Geld für die rechtliche Absicherung zu kalkulieren. Die richtige Rechtsform zu wählen, Unternehmensberatung und Steuerberatung in Anspruch nehmen, die Marke schützen lassen etc. Das kostet alles Geld und sollte nicht vergessen werden.

    Was sind eure Tipps für einen erfolgreichen Business Plan?

    Konzentriere dich auf das Wesentliche und bleibe realistisch. Verzweifle nicht an den Zahlen und lasse dich nicht entmutigen. In der Umsetzung, also der tatsächlichen Gründung, können wir nur empfehlen, eine gute Unternehmensberatung in Anspruch zu nehmen. Auch ein Existenzgründungskurs oder ein Kurs für den Businessplan sind ratsam.

    Wie waren die ersten Schritte in die Selbständigkeit für euch?

    Aufregend und schwierig! Wir mussten uns jeden Tag neue Aufgaben zurechtlegen. Klingt zunächst angenehm, ist aber gleichzeitig auch sehr schwer. Denn wir mussten von Beginn an, eigene Entscheidungen treffen – und wussten manchmal nicht, ob sie richtig sind. Den Weg des eigenen Labels gehen wir alleine. Das Schönste ist die Unterstützung unserer Familien und Freunde zu sehen und zu spüren. 

             

    Welchen Rat könnt ihr jungen Studienabsolventen mitgeben?

    Erst einmal in Ruhe herausfinden, „was möchte ich wirklich machen“ und „worin liegen meine Stärken“. Und eine gewisse Offenheit kann Türen öffnen. Klar, das Mode- und Designmanagement Studium ist ideal für einen Einstieg in die Modebranche, aber auch kein zwingendes Muss. Wer sich zu sehr einschränkt, vergibt die Chance auf einen Job, der vielleicht Spaß macht.

    Und welchen Tipp habt ihr für angehende Selbstständige?

    Wer sich für die Selbständigkeit entscheidet, darf keine Angst vor dem Austausch mit anderen haben. Teile also deine Ideen mit anderen, um über jegliche Vorstellungen oder Bedenken zu diskutieren oder zu beratschlagen. Oft hilft ein neutraler Blick auf das eigene Konzept, um weiterzudenken oder umzudenken. Lass dich dabei aber nicht von negativer Kritik verunsichern, sondern versuche sie zu filtern und Gegenargumente zu finden – so baust du dein Konzept noch stärker auf.

    Gibt es ein großes Vorbild für euch?

    Natalie: Elizabetta Franchi finde ich toll. Ein starkes Label mit einer absoluten Powerfrau dahinter. Außerdem Delia Fischer von Westwing, übrigens auch eine AMD Absolventin – unglaublich wie sich dieses Unternehmen entwickelt hat!

    Cristina:  Mein Vater ist das größte Vorbild für mich. Durch ihn wusste ich schon früh, dass ich auch den Weg in die Selbstständigkeit wagen möchte.

    Ihr Label und die aktuelle Kollektion gibt’s im neuen Online Shop NAVÍV zu entdecken

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