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Praktikum beim ZEITmagazin
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    Praktikum beim ZEITmagazin

    Redaktionssitzungen, Styling-Assistenz, Sample-Management. Für drei Monate war das der Alltag für Nadja von Bossel. Das Praxissemester im Rahmen ihrer Modejournalismus/Medienkommunikation-Ausbildung* hat die 23-Jährige beim ZEITmagazin in Hamburg absolviert. Mehr von ihrer Arbeit und Tipps für zukünftige Praktikanten gibt’s im Interview.

    Was genau waren deine Aufgaben beim Praktikum? Was war dein Praktikumsalltag?

    Jeden Morgen nahm ich an der Redaktionssitzung teil, bei der Neuigkeiten ausgetauscht wurden und der neuste Stand der verschiedenen Geschichten besprochen wurde. Hierbei sah ich die ZEITmagazin-Redakteure in Aktion und lernte die Vorteile und Schwierigkeiten des Redaktionsalltags kennen. Danach übernahm ich Aufgaben im Tagesgeschäft wie die Post, Mails und Presseanfragen.

    Am engsten arbeitete ich mit dem Stilredakteur Tillmann Prüfer zusammen, für den ich wöchentlich Ideenvorschläge für seine Stilkolumne recherchierte. Hierfür arbeitet ich Trendanalysen der aktuellen Kollektionen aus. Zu dem jeweiligen Thema bereitete ich ein umfassendes Dossier aus, in dem ich den Trend in Historie, Zeitgeist und gesellschaftlichen Kontext einordnete.

    In den drei Monaten nahm ich als Stylingassistenz bei jeglichen Modeshoots für das ZEITmagazin, ZEITmagazin Mann und ZEITmagazin international teil. Hierfür übernahm ich das Samplemanagement, stand in direktem Kontakt mit internationalen PR-Agenturen und Designern. Beim Shoot assistierte ich dem Stylisten Klaus Stockhausen und regelte Credits. Zum Ende meiner Zeit wurde mir ein eigener Styling-Job für die Hamburger Ausgabe des Magazins gegeben. Hierfür übernahm ich die volle Verantwortung für das Styling und die kreative Umsetzung bei dem Accessoire-Shooting.

    Was hat dir am meisten Spaß gemacht?

    Die Recherche der aktuellen Trends war für mich selbst sehr interessant. Diese in den soziokulturellen Kontext einzuordnen, hat mir am meisten Spaß gemacht, da ich selbst schreiben und dabei mehr über Mode, Kunst und Kultur lernen konnte. Die Verantwortung, eine eigene Strecke zu stylen, hat mich auch sehr geehrt, und das Projekt von Anfang bis Ende zu planen, war eine wunderbare Erfahrung.

    Was war die größte Herausforderung für dich?

    Das Sample-Management verlangte viel Organisationsfähigkeit, da an manchen Tagen über 20 Pakete in der Redaktion ankamen. Hier musste ich den Überblick bewahren und Acht geben, dass alles wieder an die richtige Stelle kommt. Die Tage vor einem Shoot waren am stressigsten, dann musste man einen kühlen Kopf bewahren und alles nach der Reihe angehen.

    Gab es etwas, das dich überrascht hat, oder war der Redaktionsalltag so, wie du ihn dir vorgestellt hast?

    Der Redaktionsalltag war eigentlich so wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Das Team beim ZEITmagazin war sehr freundlich und locker. Ich hätte nicht gedacht, dass sich alle per Du ansprechen.

    War es dein erstes Praktikum in diesem Bereich?

    Die ersten drei Monate meines Praxissemesters war ich bei dem Independent Magazin Fräulein. Es war sehr interessant, wie unterschiedlich die Arbeitsweisen der Redaktionen waren.

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    Wie hast du dich persönlich weiterentwickelt?

    Ich habe gelernt, wie man sich in einem professionellen Umfeld einfügt. Die Herausforderungen haben mich gestärkt und ich war am Ende stolz, alles gemeistert zu haben, was mir an manchen Tagen so viel Stress bereitete. Außerdem habe ich mein Wissen über Mode- und Kulturtrends erweitert und gehe jetzt mit mehr Souveränität an neue Aufgaben.

    Welche Tipps hast du generell für andere Praktikanten?

    Ich musste mehrere Monate auf eine Zu-oder Absage warten und war mir eigentlich schon sicher, dass es nicht klappen würde. Am Ende war ich überrascht, wie leicht es doch war. Also würde ich generell allen raten es einfach zu probieren. Manchmal ist man überrascht, was doch alles klappen kann. Die Praktikumszeit ist außerdem dazu da, sich selbst auszuprobieren und dazuzulernen. Das heißt Fehler sind kein Weltuntergang, nur so lernt man.

    *Seit dem Wintersemester 2018/2019 bietet die AMD an den Standorten Berlin, Düsseldorf und München anstelle des Ausbildungsgangs Modejournalismus/Medienkommunikation den Bachelorstudiengang Fashion Journalism and Communication (B.A.) an.

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