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OEKO-TEX® und AMD Designwettbewerb: Das sind die Gewinner
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    OEKO-TEX® und AMD Designwettbewerb: Das sind die Gewinner

    Vier Monate harte Arbeit – Planung, Materialbeschaffung und Fertigung der Entwürfe – liegen hinter den Mode Design (B.A.) Studierenden des zweiten Semesters. Im Rahmen des Designwettbewerbs der AMD Düsseldorf in Kooperation mit OEKO-TEX® wurden nun die Gewinner verkündet. Diese durften sich auf ein Preisgeld von 1.500€ für den ersten Platz, 1.000€ und 500€ für den zweiten und dritten Platz freuen. Der erste Platz, auserwählt von einer renommierten Jury, bestehend aus Georg Dieners (OEKO-TEX®), Uta Feldmann (C&A), Gudrun Allstädt (Textilwirtschaft) und Marcus Wirz (AMD Akademie Mode & Design), ging an den 21-jährigen Swen Braun und seinen Entwurf „Nature Fight”. Im Interview erzählen er, die Zweitplatzierte Sara Peters und Atina Drincic, Gewinnerin des Innovationspreises, von ihren Inspirationsquellen und der Bedeutung nachhaltiger Mode.

    Was genau habt ihr im Rahmen des OEKO-TEX® Projektes gemacht?

    Swen: Im Fokus steht das Thema „Formfindung Kleid“. Dazu mussten wir ein Kleid ausarbeiten und ein Konzept schreiben. Die wesentlichen Themenbereiche waren dabei  „urban“, „tailoring“, „masculine“ und „romantic feminine“.

    Seid ihr mit dem Thema zufrieden oder hättet ihr euch eher etwas anderes gewünscht?

    Swen: Generell finde ich das Thema ganz gut. Es ist interessant zu sehen, was sich im Laufe der Zeit daraus entwickelt. Am Anfang sind alle stark in die Richtung „tailoring“ gegangen, jetzt haben sich die meisten eher in Richtung „urban“ orientiert.

    Ihr habt alle das gleiche Thema. Ähneln sich die Entwürfe da oder hat jeder seinen ganz eigenen Stil? 

    Swen: Das kann man so und so sehen. Natürlich ähneln sich manche Sachen aber eigentlich macht schon jeder sein eigenes Ding und versucht, die eigenen Ideen zu verwirklichen.

    Wovon lasst ihr euch inspirieren? Was beeinflusst eure Entwürfe?

    Sarah: Das hängt ganz von der Semesteraufgabe und den vorgeschlagenen Themen ab. Prinzipiell bin ich aber ein Fan von Sportswear und gerader Linierung, eher weniger von pompösen oder sehr weichen Formen. Deshalb finde ich meine Inspiration auch oft in Futuristic Fashion oder eben Sportswear. Generell lasse ich mich auch sehr viel von Kunst und Filmen inspirieren.

    Atina
    : Neben dem Reisen haben mich die Designerinnen Chitose Abe und Miuccia Prada mit ihren Arbeiten sehr inspiriert. Meine größte Inspiration ist aber Nostradamus. Ich habe versucht seine Quatrains in seinen Centuries in meinen Entwurf mit einfließen zu lassen. Diesen habe ich „Les Meits“ genannt. Das ist ein Anagramm des Wortes Timeless. Denn das Thema Zeitlosigkeit verbinde ich in meinem Entwurf mit dem Thema Nachhaltigkeit.

    Nachhaltige Mode ist einer der zentralen Aspekte des Projektes. Was war die größte Herausforderung im Bereich Nachhaltigkeit und Modedesign?

    Swen: Im Moment ist wohl das größte Problem, dass der Markt noch relativ klein ist und die Sachen deswegen oft schwierig zu finden sind.

    Habt ihr euch auch persönlich schon viel mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt?

    Atina
    : Wenn ich ehrlich bin, nein. Was ich keinesfalls gutheißen möchte. Deswegen bin ich umso glücklicher, dass uns jungen Designern das Thema so nah gebracht wurde. Durch diese Kooperation wurde mir einiges bewusst und ich habe schon jetzt für mich entschieden, dass ich mich mit diesem wichtigen Thema auch weiter beschäftigen möchte.

    Was müsste eurer Meinung nach passieren, damit Nachhaltigkeit in der Modebranche relevanter wird?

    Atina
    : Ich glaube, dass ein kleiner Schritt schon eine große Wirkung haben kann.
    Es kommt nicht darauf an, ob große Marken und Designer sich für Nachhaltigkeit entscheiden, sondern vielmehr auf die Konsumenten.

    Was denkt ihr, warum nachhaltige Mode dann immer noch eher die Ausnahme, als die Regel ist?

    Atina
    : Ich denke nicht, dass es ein Problem ist, Menschen mit dem Thema Nachhaltigkeit zu erreichen. Viele sind mittlerweile stolz darauf, ökologische und fair hergestellte Kleidung zu kaufen. Ich persönlich glaube, dass Geld viel mehr ein Problem ist. Es sind einfach nicht so viele dazu bereit, für nachhaltige Mode mehr Geld auszugeben. Generell spielen aber viele Faktoren dabei eine Rolle. Ein Schritt in die richtige Richtung ist es aber in jedem Fall, wenn man junge Designer schon früh mit diesem Thema konfrontiert.

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    Wünschst ihr euch Be- oder Entschleunigung?

    Swen: Die Welt sollte dringend etwas entschleunigen. In der heutigen Zeit wird alles schneller und durch soziale Medien immer sofort übertragen. Gleichzeitig sind Dinge innerhalb kürzester Zeit wieder vergessen. Das merkt man auch sehr gut im Modebusiness. Die Designer müssen gefühlt jeden Monat etwas neues präsentieren, damit sie interessant bleiben. Dabei vergessen wir häufig, auch mal eine Pause zu machen und einfach den Augenblick zu genießen.

    Sara: Das ist voll die schwere Frage. Unter Stress bin ich am produktivsten und dann funktioniert auch gefühlt alles am besten. Manchmal ist es auch zu viel, wenn man bis spät in die Nacht an einer Arbeit sitzt. Ich funktioniere aber unter Stress auf jeden Fall am besten.

    Zu guter Letzt: Was erhofft ihr euch vom OEKO-TEX® Projekt?

    Swen: Vielleicht schon mal erste Kontakte ins Business zu knüpfen und mich außerdem weiterhin näher mit Nachhaltigkeit beschäftigen zu können, da dieses Thema auch in der Modebranche immer wichtiger wird.

    Die Designer mit ihren Models (von links): Sara Peters (2. Platz), Katya Maluavanga (3. Platz), Swen Braun (1. Platz) und Atina Drincic (Innovationspreis)

    Das Interview führten Cherin El-Masri, Elena Meschke und Sandro Meyer.

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