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Das eigene Schmucklabel – Interview mit Cornelia Heisig von pöf pöf jewellery
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    Das eigene Schmucklabel – Interview mit Cornelia Heisig von pöf pöf jewellery

    Beach-Feeling im Winter? Ganz easy mit dem Schmuck von „pöf pöf jewellery“. Das Schmucklabel aus München mit dem ungewöhnlichen Namen spezialisiert sich auf personalisierten Muschelschmuck und bringt damit ein Stück Urlaubsfeeling an jedes Handgelenk. Im Interview schwärmt Cornelia Heisig von ihrem Mitgründer Raphael Buchberger, erzählt, wie sie auf die Idee gekommen sind und verrät, welche Rolle Bali in ihrer Kollektion spielt.

    Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

    Wir beide waren schon immer viel am Reisen. Raphael hat über 30 Länder auf der Welt gesehen und ich habe ein halbes Jahr in Südafrika gelebt. Gemeinsam sind wir fast jedes Wochenende in der Weltgeschichte unterwegs. Am liebsten würde ich diese ganzen wundervollen Momente, die ich beim Reisen erlebe, sofort einpacken um sie für immer bei mir zu haben. So entstand auch die Idee zu „pöf pöf jewellery“. Wir hatten keine Lust mehr, irgendwelche Touri-Erinnerungen mitzunehmen, sondern wollten etwas Persönliches schaffen, was wir selbst mit seinem Urlaub verbinden. Da es Raphael und mich meist an Orte am Meer zieht und wir es lieben, Muscheln zu sammeln, lag die Idee sprichwörtlich direkt im Sand vor uns: wir möchten hochwertigen Muschelschmuck fertigen, der einen an die schönen Momente erinnert.

    Wie seid ihr auf den Namen „pöf pöf“ gekommen? Hat er eine besondere Bedeutung?

    Der Name “pöf pöf” klingt ungewöhnlich, wenn man an Muscheln denkt. Wir finden, er hat etwas Niedliches und unsere Spitzname “Pöf” (ich) und “pöf pöf” (Raphael) sind, stand der Name schnell fest: „pöf pöf jewellery“ steht für uns und Schmuck mit ganz viel Persönlichkeit.

    Was macht euch einzigartig und was macht ihr anders als alle anderen?

    Den typischen Muschelschmuck findet man oft auf dem völlig überlaufenden Touristen-Markt und er ist alles andere als hochwertig und modern. Unser Schmuck besticht durch bunte Farben, filigranes Design und hochwertige Materialien wie Gold und Silber. Im Mittelpunkt steht die Idee, dass du dein Armband mit deiner Muschel personalisieren kannst und gleichzeitig deine Armbandfarbe, Quastenfarbe und ein Gravur-Plättchen aussuchen kannst.

    Welches Lebensgefühl wollt ihr mit eurem Schmuck vermitteln?

    Unser Schmuck soll sprichwörtlich für den Marmeladenglasmoment stehen – du sollst etwas bei dir haben, was dich auch noch Monate nach deinem Urlaub an diese wundervollen Momente erinnert. Du kannst unser Armband täglich bei dir tragen und auch an grauen Regentagen zaubert es dir sofort ein Lächeln ins Gesicht. Deshalb auch unser Slogan “wear your memories”.
    Sollte der nächste Urlaub noch etwas auf sich warten lassen, dann haben wir unsere Kauri und Cardiida Kollektion, die die Zeit bis zum nächsten Sprung ins Meer etwas schneller vergehen lässt.

    Neue Ideen umzusetzen, kostet Geld. Wie finanziert ihr euch?

    Wir haben viel gearbeitet um Geld zu anzusparen, denn wir haben uns ein bestimmtes Startkapital gesetzt und wollten erst starten, wenn wir dieses erreicht hatten. Wir vermerken jede noch so kleine Ausgabe und überlegen genau, was wir wirklich brauchen. Wir bestimmen, aus welchen Faktoren sich der Produktpreis zusammensetzt und was wir am Ende dafür verlangen können und wollen. Dadurch, dass wir alles selbst machen, vom Design der Website, über Fotoshootings bis hin zum Marketing, können wir uns das Geld für teure Agenturen oder Freelancer sparen. Wir sind für alles selbst verantwortlich.

    Wie waren die ersten Schritte in die Selbständigkeit für euch? Und welchen Tipp habt ihr für angehende Selbstständige?

    Am Anfang dachten wir “ach das machen wir noch nebenbei”, aber so ist es leider nicht. Selbstständigkeit bedeutet jeden Tag arbeiten und der Feierabend ist nie pünktlich um 18 Uhr. Am Anfang kein Geld zu verdienen, sondern erst einmal einen Haufen Geld auszugeben ohne zu wissen, was am Ende dabei rumkommt, setzt einen ziemlich unter Druck. Wir beide sind von unserer Idee zu hundertprozentig überzeugt, aber am Ende wartet niemand auf dich und dein Produkt. Du musst also auch die Leute überzeugen und wenn eine Absage nach der anderen kommt, kann das sehr frustrierend sein. Das Wichtigste ist jedoch, sein Ziel vor Augen zu haben, positiv zu denken und kleine Erfolge zu feiern – so motiviert man sich immer wieder selbst.

    Was sind eure Tipps für einen erfolgreichen Business Plan?

    Wir haben unsere Idee von hinten aufgerollt und uns zuerst gefragt, für wie viel wir unser Produkt verkaufen wollen. Nach einem Vergleich mit etablierten Schmuckmarken ist uns klargeworden, dass wir mehr als ein Produkt verkaufen müssen, um den Preis rechtfertigen zu können.
    Manchmal hilft es, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Sieh Fehler von anderen als Chance, es besser zu machen und finde dadurch eine Nische. Verschwende außerdem nicht zu viel Zeit mit der Theorie und dem Business Plan, sondern probiere Vieles aus und lerne von deinen Fehlern. Unser letzter Tipp ist: geh nicht nur davon aus was du magst, sondern nutze Feedback, um dein Produkt weiterzuentwickeln.  

    Ihr lasst euren Schmuck in Bali herstellen. Warum genau Bali?

    Bali ist für Schmiedekunst bekannt und Raphael und ich lieben Indonesien. Durch einen Tipp von Raphaels Bruder sind wir auf eine Schmiedin in Ubud aufmerksam geworden. Ihr gefiel die Idee und sie wollte uns helfen. Also hieß es für uns ab nach Bali, um gemeinsam mit der Schmiedin unsere erste Kollektion fertigzustellen. Wir lassen auf Bali allerdings nur die Einzelteile für das Armband fertigen und bauen die Armbänder anschließend in München zusammen. In jedem Armband steckt daher sehr viel Handarbeit und jedes „pöf pöf“-Armband ist ein Unikat, weil eben auch jede Muschel unterschiedlich ist.

    Gibt es ein großes Vorbild für euch?

    Mein Vorbild ist definitiv Raphael, da er mit seiner Gelassenheit und seinem unglaublichem Wissensdurst meine größte Stütze in diesem Projekt ist. Für uns beide ist es Richard Branson, der als Unternehmer und Abenteurer fast jede Geschichte schon einmal erlebt hat. Er hat eine Marke geschaffen, die jeder kennt und die sehr unkonventionell ist. Genau das wollen wir auch mit „pöf pöf jewellery“ schaffen: eine Schmuckmarke, die für Persönlichkeit steht und die eigenen Erinnerungen bewahrt.

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