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Hintergrund

Giuliana Schmidt in weinrotem Kunstpelz

Alumni-Story: Giuliana Schmidt – Mode Design (B.A.)

Profile-Facts

  • Name: Giuliana Schmidt
  • Studiengang: Mode Design (B.A.)
  • Abschlussjahr: 2024
  • Standort: AMD – Wiesbaden
  • Aktuelle Tätigkeit: Co Designer beim Label Samuel Gärtner & Designassistentin bei Karl Lagerfeld
  • Highlights: Kleidete Prominente wie Halle Bailey ein; Entwürfe in Vogue & Elle.
  • Website: GiulianaSchmidt.com
Giuliana Schmidt Bachelor of Arts in Modedesign – Standort Wiesbaden

Foto-Credits: Samuel Gärtner

Im Format „Fragen an unsere Alumni“ sprechen wir diesmal mit Juliana Schmidt: Sie gibt ehrliche Einblicke in ihren Weg nach dem AMD-Studium in Wiesbaden — von prägenden Momenten über konkrete Learnings bis zu ihren nächsten Schritten. Authentisch, kurz und auf den Punkt: was sie aus dem Studium mitgenommen hat und wie das ihren Karriereweg beeinflusst.

Direkt nach meinem Abschluss begann ich als Co-Designerin beim Label Samuel Gärtner zu arbeiten. Im Mai 2024 gründete ich zusätzlich mein eigenes Label und seit Oktober 2024 bin ich außerdem als Designassistentin bei Karl Lagerfeld tätig.

Im Wintersemester 2024 kehrte ich als Gastdozentin an die AMD Wiesbaden zurück und hielt eine Vorlesung zum Thema Sticken. Dort vermittelte ich den Studierenden sowohl die theoretischen Grundlagen als auch verschiedene Sticktechniken.

Bei Samuel Gärtner bin ich bis heute als Co-Designerin tätig – inzwischen in alle Bereiche des Labels involviert. Meine Aufgaben umfassen die Konzepterstellung, Moodboards, Entwicklung von Marketingstrategien sowie klassische Designtätigkeiten wie Entwurf, Nähen, Planung von Fashionshows, Shootings oder Castings. Darüber hinaus verleihen wir mit dem Label regelmäßig unsere Designs – unter anderem an prominente Persönlichkeiten wie Halle Bailey.

Für mein eigenes Label übernehme ich ähnliche Aufgaben, wobei hier natürlich noch viele zusätzliche Bereiche dazukommen, wie z.B. die Betreuung der Website, der Kundenservice sowie das Social-Media-Management.

Bei Karl Lagerfeld wollte ich bewusst tiefere Einblicke in die industriellen Abläufe des
Modedesigns erhalten. Deshalb umfassen meine Tätigkeiten dort unter anderem das Erstellen technischer Zeichnungen, Stylesheets, die Pflege von PDM-Systemen, Produktfotografie, Lookbookgestaltung, Artworks sowie die Kommunikation mit Produzenten.

Was ich an meinem Beruf liebe, ist die große Bandbreite an Einblicken, die ich durch die verschiedenen Stationen bisher sammeln konnte – von der Teilnahme an der New York Fashion Week und der Paris Fashion Week über zahlreiche Shootings und Shows mit dem Label Samuel Gärtner, bis hin zu dem Moment, wenn internationale Promis unsere Designs tragen und sie in renommierten Magazinen wie Vogue oder Elle erscheinen.

Ähnliche Erfolge konnte ich auch mit meinem eigenen Label feiern – inklusive einer Teilnahme an der Paris Fashion Week und Veröffentlichungen in namhaften Magazinen.

Der Kontrast zur Arbeit bei Karl Lagerfeld, wo ich tief in die technische und industrielle Seite der Branche eintauche, ist für mich besonders spannend und bereichernd.

Was ich aus dem Studium mitgenommen habe:

Ich habe gelernt, wie viel hinter dem Beruf eines Designers steckt – und dass man hartnäckig und leidenschaftlich bleiben muss, um seine Ziele zu erreichen. Highlights meines Studiums waren definitiv die Fashionshows und die Vielfalt der Projekte – von Kooperationen mit der Frankfurt Fashion Week über eine Projektarbeit mit dem Diözesanmuseum bis hin zu kreativen Upcycling-Projekten wie dem Re-Design von alten Hochzeitskleidern.

Meine Zukunftspläne:

Langfristig möchte ich sowohl Samuel Gärtner als auch mein eigenes Label weiter ausbauen und international etablieren. Ich wünsche mir, mehr Shows umzusetzen und noch mehr prominente Persönlichkeiten einzukleiden. Für mein eigenes Label plane ich außerdem den Aufbau einer Ready-to-Wear-Linie – bisher liegt der Fokus auf Couture.

Mein Tipp für Studierende:

Nutzt die Studienzeit so effektiv wie möglich. Wenn ihr ein eigenes Label gründen wollt, startet damit idealerweise schon während des Studiums – man lernt dabei oft mehr als im Hörsaal. Baut euch parallel eine starke Social-Media-Präsenz auf, um eure Designs zu zeigen. Sammelt Kontakte – sie sind in der kreativen Branche Gold wert. Und am wichtigsten: Macht euer Ding. Nutzt jede Chance, bleibt euch treu und zieht durch. Ohne diese Haltung wäre ich nicht da, wo ich heute bin.