Marken- & Kommunikationsdesign (B.A.)

Die Zielgruppe wird zum Thema Catcalling aufgeklärt, berührt und mobilisiert.

Erlassung eines Gesetzes gegen Catcalling mit Hilfe einer erfolgreichen Petition durch eine Aktivierungs- und Awareness-Kampagne.

Profil Anna Fröse

Verbale sexuelle Belästigung, auch Catcalling genannt, ist viel tief greifender, als die meisten denken. Die Folgen für die Betroffenen entstehen meist unbewusst. Diese lassen sich in vier Kategorien zusammenfassen: Freiheitsbeschränkung und Angst, Einschränkung der Persönlichkeit, Körperscham und Selbstüberwachung, psychischen Erkrankungen wie Depressionen. Dies macht deutlich, dass in der deutschen Politik Handlungsbedarf besteht. Mit Hilfe einer erfolgreichen Petition im Bundestag soll die Relevanz des Themas verdeutlicht werden.

Um die Zielgruppe, welche größtenteils Betroffene von Catcalling sind, zur Unterzeichnung der Petition zu mobilisieren, wird eine Aktivierungs- und Awareness-Kampagne erstellt. Ziel ist es, in vier Wochen 50.000 Unterschriften online zu sammeln, um eine erfolgreiche Petition beim Bundestag einzureichen. Diese vier Wochen werden in ein Digital Event auf Instagram und Facebook umgewandelt, in dem sich alles um das Thema Catcalling dreht. Dieses Digital Event wird zwei Wochen im Vorfeld auf Social Media beworben. Die ganzheitliche Nutzung von Instagram und Facebook schafft Interaktion, die Aufmerksamkeit erregt und eine Community entstehen lässt.
Der Titel der Kampagne lautet #CALLTOFIGHT. Aus Catcall wird “call to fight”, was bereits Kampfgeist suggeriert. Man soll sich nicht in eine Opferrolle begeben, sondern handeln und auf die Wichtigkeit von Catcalling aufmerksam machen.

Die drei grundlegenden Gestaltungselemente sind eine Frau, die sich in einem undefinierten Raum befindet, die Catcalls und als Kontrast dazu die Schriftart Nimbus Sans Extended. Die Frau steht stellvertretend für alle Betroffenen und repräsentiert die scheinbare Hilflosigkeit. Die Catcalls sind in einer aggressiven Handschrift dargestellt und zeigen, dass es sich nicht nur um Worte handelt. Die Nimbus Sans Extended steht im Gegensatz dazu fest und groß und spiegelt die Stärke jeder einzelnen Betroffenen wider.

Die Kampagne startet mit einem Video, das das Thema und die Konsequenzen auf eine emotionale Art und Weise erklärt und auf den Start der Petition und das Digital Event aufmerksam macht. Weitere aufklärende Posts und Aufrufe zur Interaktion aktivieren die Zielgruppe im Vorfeld.

Während der vier Wochen des Digital Events wird jede Woche eine der bereits aufgelisteten Folgen von Catcalling thematisiert. Mit sechs Posts pro Woche unterschiedlicher Art, zum Beispiel IGTVs, Reels, Livestreams und anderen Beiträgen, wird die Zielgruppe ganzheitlich angesprochen. Es gibt Interviews mit wichtigen Personen, die über das Thema informieren und auch Interviews mit Betroffenen, welche vom Ausmaß der Folgen erzählen. Außerdem gibt es Beiträge, die wissenschaftliche Informationen liefern und Instagram-Storys, die zur Interaktion anregen. Unter anderem werden die User ermutigt, ihre eigenen Geschichten und Erfahrungen zu teilen, Teil der Bewegung gegen Catcalling zu sein und natürlich die Petition zu unterschreiben.

Es gibt auch eine Microsite, auf der man alle wichtigen Informationen über die Kampagne und die Petition findet. Diese dient dazu, die Unterzeichner an die Hand zu nehmen, bevor sie auf die Website des Bundestages geleitet werden. Auf dieser Microsite kann man auch die Anzahl der Unterschriften verfolgen. Für jeweils 10.000 Unterschriften ändert sich beim Scrollen das Titelbild der Website.

All dies kann man am besten mit dem Partner Terre des Femmes realisieren. Die Organisation hat bereits Medienpräsenz und viele Unterstützer, die zum Erfolg der Kampagne beitragen können. Darüber hinaus sollten geeignete Influencer, Prominente und Medien aktiv angesprochen werden, um eigene Beiträge zur Kampagne zu erstellen.

Zusammengefasst basiert das Konzept darauf, die junge Zielgruppe durch eine ganzheitliche Nutzung auf Social Media mit wissenschaftlichen Fakten aufzuklären, sie emotional zu berühren und eine Plattform des gemeinsamen Austauschs zu schaffen, um sie für das Thema zu mobilisieren.

Ich bin Kommunikationsdesignerin mit Liebe zum konzeptionellen Denken. Mein Fokus liegt auf Art und Creative Direction.

In Zukunft möchte ich meine Fachkenntnisse sinnvoll einsetzen und Menschen mit meiner Arbeit emotional berühren und zum Nachdenken anregen.

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