Neu­in­ter­pre­tierte Mode­ent­würfe tref­fen auf antike Kunst - Koope­ra­ti­ons­pro­jekt mit der Glyp­to­thek und den Staat­li­chen Anti­ken­samm­lun­gen Mün­chen. Son­der­aus­stel­lung bis Juli 2017 in bei­den Häu­sern, bis Okto­ber 2017 in den Anti­ken­samm­lun­gen. Ins­ge­samt drei Stu­di­en­grup­pen der AMD arbei­te­ten über 2 Jahre am inter­dis­zi­pli­nä­ren Pro­jekt Divine x Design. Neben den Krea­tio­nen der Mode­de­si­gner haben Mode­jour­na­lis­ten die Mode­in­sze­nie­run­gen für die Bild­stre­cken für Kata­log, Pos­ter und Post­kar­ten erar­bei­tet und Mar­ken-und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gner die Kon­zep­tion für das Lay­out des Kata­lo­ges ent­wi­ckelt. Über die Schü­ler der Meis­ter­schule für das Holz­bild­hau­er­hand­werk ent­stan­den die extra ange­fer­tig­ten Figu­ri­nen für die Aus­stel­lungs­ex­po­nate.

Mode Design (B.A.)

2 auf­ein­an­der­fol­gende Jahr­gänge an Mode­de­si­gnern, jeweils im 2. Semes­ter, haben 2 ver­schie­dene Kol­lek­tio­nen und diverse soge­nannte Addi­tive ent­wor­fen.

Die 1. Kol­lek­tion hat sich sehr all­ge­mein von der grie­chi­schen Antike, deren For­men­spra­che und deren Mythos inspi­rie­ren las­sen. Die Stu­den­ten wur­den in zusätz­li­chen wis­sen­schaft­li­chen Work­shops über Pro­por­ti­ons­lehre, Kos­tüm­kunde und tex­tile Tech­ni­ken beglei­tet. Neben der schnitt­tech­ni­schen Arbeit haben die jun­gen Desi­gner auch beson­ders tex­tile Ober­flä­chen und Struk­tu­ren gesucht, um dem His­to­ri­schen eine inno­va­tive Sicht gegen­über zu stel­len. Neben den Klei­dern sind unge­wöhn­li­che Addi­tive ent­stan­den, die über den Begriff Acces­soire hin­aus neue Pro­dukte mar­kie­ren.

Pro­jekt­lei­tung AMD: Prof. Ulrike Nägele
Stu­die­rende: 2. Semes­ter Mode Design (B.A.) SoSe 15
Ali­cia Marr, Caro­line Burk­hardt, Frank Lin, Eva Mag­da­lena Kühn, Sophia Stuhl­mil­ler, Pia Voll­kom­mer, Ste­pha­nie Walt­her, Nina Halabi, Tina Man­nel, Vaneaa Klumb, Maria Louisa Kargl, Julia Wir­leit­ner

Die 2. Kol­lek­tion wurde wie­der in einem 2.Semester ent­wi­ckelt. Hier war die Auf­gabe, anhand vor­han­de­ner Skulp­tu­ren Fal­ten­würfe nach­zu­emp­fin­den und zu abs­tra­hie­ren. Aus die­sen abs­tra­hier­ten Fal­ten wur­den die neuen Ent­würfe ent­wi­ckelt. Die Farbe Weiß war hier vor­ge­ge­ben, um eine mög­lichst puris­ti­sche Sicht auf die Fal­ten­ent­wick­lun­gen zu zei­gen. Und um eine Nach­voll­zieh­bar­keit zu den anti­ken Vor­bil­dern zu erleich­tern.

Pro­jekt­lei­tung AMD: Prof. Ulrike Nägele
Stu­die­rende: 2. Semes­ter Mode Design (B.A.), SoSe 16
Julia Reif, Katha­rina Rapp, Sil­vio Agueci, Dana Schwelka, Viola Noack, Ali­cia Dro­d­of­sky, Sarah Shcön, Lena Den­hö­fer, Sil­vana Kuenz, Susanna Niklas, Laura Schätzl, Karo­line von Igel

 

Modejournalismus/Medienkommunikation

Die Mode­in­sze­nie­run­gen für die Aus­stel­lungs­ex­po­nate über­nahm das 4. Semes­ter der AMD-Mode­jour­na­lis­ten. In der Bild­welt der Insze­nie­run­gen sollte Tra­di­tion (antike Skulp­tu­ren), Moder­ni­tät (tex­ti­les Hand­werk und Desi­gner-Out­fits) und Inno­va­tion (Out­fits und Insze­nie­run­gen) eine Ein­heit bil­den aus Modell, Mode und Motiv. Um den Ort zu ach­ten und ihm zugleich Moder­ni­tät zu ver­lei­hen, wurde auf das Künst­ler­ate­lier Bezug genom­men: mit Sche­meln, Lei­tern und Tüchern sind Ver­weise auf Werk­stät­ten inte­griert. Die Acces­soires der Insze­nie­rung neh­men sich – mit Aus­nahme der Schlange der Medusa – deut­lich zurück und wol­len kei­nen sti­lis­ti­schen Gegen­part bie­ten.

1. Shoo­ting „Greek Reset“

Künst­le­ri­sche Lei­tung: Sabine Resch
Foto­graf: Peter Schrei­ber Makeup: John Elliott Model: Han­nah E./Munich Models Sty­ling, Pro­duk­tion und Insze­nie­rung unter Anlei­tung von Ilona Ulrich: Kurs MM16, 4. Semes­ter, SoSe 2016, im Fach Sty­ling + Shoo­ting:

Jana Acker­mann, Boris Alex­an­dro­witsch, Liana Bold­ova, Ricarda Datz, Fabi­enne Dini, Simon Diet­rich, Mad­len Drexel, Mary­lin Hau­sen, Anna Höß, Lisa Kan­schat, Michaela Konz, Jus­tine Lepoix, Nadine Mil­ler, Natha­lie Mug­ges­ser, Mela­nie Paukner, Vanessa Peschla, Lydia Raaf-Dahal­dian, Lisa Span­ner, Andrea Tzel­epi­des, Lor­raine Wandl, Giulia Wil­zew­ski

 

2. Shoo­ting „Pleats Please“

Bei dem Shoo­ting „Pleats Please wer­den die Fal­ten­würfe der wei­ßen Out­fits betont, Reduk­tion war hier das Ziel. Die Fal­ten­würfe wer­den durch die Licht­bre­chung in wei­ßem Stoff beson­ders gut deut­lich; Füße und Knö­chel wur­den so archa­isch wie mög­lich und gleich­zei­tig so modern wie nötig in Szene gesetzt: weder eine klas­si­sche San­dale, noch ein moder­ner Schuh wurde benutzt, son­dern es wurde auf ein ein­fach gewi­ckel­tes Band ver­traut.

Künst­le­ri­sche Lei­tung: Sabine Resch
Foto­graf: Peter Schrei­ber Sty­ling, Pro­duk­tion und Insze­nie­rung: Ilona Ulrich Makeup/Hair: Alex­an­der Hof­mann Model: Caro­line Schrödl/ Munich Models

Ver­net­zung von Bil­dung, Wis­sen­schaft und Kul­tur
Die fei­er­li­che Eröff­nung fand am 4. April 2017 in den impo­san­ten Räum­lich­kei­ten der Anti­ken Samm­lun­gen und der Glyp­to­thek statt. Die Aus­stel­lung und das Pro­jekt erzielte auch in den Medien große Auf­merk­sam­keit, z.B. Süd­deut­sche Zei­tung, Münch­ner Mer­kur, Bild, Abend­zei­tung, und u.a. eine umfas­sende Exklu­siv Story auf VOGUE online. Ein gro­ßes Pro­jekt, das belegt, wie frucht­bar eine Aus­ein­an­der­set­zung mit der Antike heute sein kann und wie rele­vant das Ver­net­zen von Bil­dung, Wis­sen­schaft und Hoch­kul­tur für die Kul­tur­land­schaft sein kann.

Wir dan­ken der Kura­to­rin Frau Dr. Astrid Fendt, Staat­li­che Anti­ken­samm­lung und Glyp­to­thek Mün­chen für die berei­chernde Zusam­men­ar­beit und Ihre Idee, eine außer­ge­wöhn­li­che Ver­bin­dung zu schaf­fen.