world wide water. Ver­bes­se­rung der Trink­was­ser­ver­sor­gung von Mes­se­be­su­chern am Bei­spiel der Expo 2020 in Dubai

Wir soll­ten es wis­sen. Und wir soll­ten es nicht gut fin­den: "Was­ser ist das Lebens­mit­tel Num­mer Eins und wird von uns nur allzu gerne in der prak­ti­schen Plas­tik­fla­sche gekauft. Gesün­der als Lei­tungs­was­ser ist das Was­ser aus der Fla­sche nach Mei­nung von Exper­ten sel­ten - ver­ur­sacht jedoch ein öko­lo­gi­sches Desas­ter. Häu­fig ist es so, dass auf den Fla­schen und in den dazu­ge­hö­ri­gen Wer­be­spots schnee­be­deckte Berge, kris­tall­klare Seen und saf­tige Wie­sen zu sehen sind. Für eine soge­nannte Well­ness-Idylle bezah­len wir Men­schen gerne mehr - aber sind uns nicht über die Fol­gen im Kla­ren, denn so wohl­tu­end und gesund das Was­ser für uns Men­schen wirkt, die Müll­berge aus Plas­tik­fla­schen sehen wir dabei nicht. Gegen­wär­tige Zah­len bele­gen, dass jähr­lich 89 Mil­li­ar­den Liter Was­ser in Plas­tik­fla­schen abge­füllt wer­den und 80% die­ser Fla­schen nicht recy­celt wer­den. In den wohl­ha­ben­den Län­dern ist der Pro-Kopf- Ver­brauch am höchs­ten, doch es ist frag­lich, warum dies so ist, denn diese Län­der ver­fü­gen größ­ten­teils über das am bes­ten kon­trol­lierte Lebens­mit­tel über­haupt - Lei­tungs­was­ser." So kann man es ist der Bache­lor­ar­beit nach­le­sen, die der Desi­gner Maxi­mi­lian Menck am Fach­be­reich Design der Hoch­schule Fre­se­nius, der AMD in Ham­burg, vor­ge­legt hat.
Nur, was könnte uns hel­fen, mit die­ser Situa­tion ver­ant­wort­lich umzu­ge­hen und kon­se­quent gegen­zu­steu­ern? Unter dem Titel "world wide water. Ver­bes­se­rung der Trink­was­ser­ver­sor­gung von Mes­se­be­su­chern am Bei­spiel der Expo 2020 in Dubai" hat Maxi­mi­lian Menck vor­ge­dacht, wie nach­hal­tige Ver­sor­gung prak­tisch umzu­set­zen wäre. "world wide water mit sei­nen "wie­der­be­füll­ba­ren Bio­kunst­stoff­fla­schen (ist) genau die rich­tige Alter­na­tive, um der Umwelt und sich selbst etwas Gutes zu tun", schreibt er. Sein Kon­zept ver­steht sich als fik­ti­ver Bei­trag für "Nach­hal­tig­keit -nach­hal­tige Ener­gie­quel­len und Was­ser", eines der von den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten vor­ge­se­he­nen Haupt­the­men der Welt­aus­stel­lung. Ziel­set­zung der Abschluss­ar­beit ist ein Kon­zept für die umwelt­ver­träg­li­che Ver­sor­gung der Expo-Besu­cher mit fri­schem Trink­was­ser. Ein Besu­cher kauft zunächst ein­ma­lig eine Bio­kunst­stoff­fla­sche, in deren Deckel sich ein Mikro­chip befin­det; dies ermög­licht ein Wie­der­be­fül­len an einem Brun­nen auf dem Expo-Gelände. "Das Befül­len der Fla­sche erfolgt über einen flie­gen­den Was­ser­strahl. Dies ver­min­dert die auf­wen­di­gen Kos­ten für einen Rei­ni­gungs­vor­gang beträcht­lich", erläu­tert Maxi­mi­lian Menck, der in sei­ner Bache­lor-Arbeit von der Idee über die Form­fin­dung der Was­ser­fla­che und ihres Deckels bis hin zur Ver­tei­lung der Brun­nen alles genau durch­dacht und aus­ge­ar­bei­tet hat. "Da es bis zum heu­ti­gen Tage kein Recy­cling-Sys­tem in Dubai gibt, war es ein beson­de­res Anlie­gen, die Trink­fla­sche aus bio­plas­ti­schem Kunst­stoff her­zu­stel­len", schreibt er. "Die Her­stel­lung und der Ein­satz einer Fla­sche aus bio­plas­ti­schem Kunst­stoff demons­triert öko­lo­gi­sche Ver­ant­wor­tung, da auf diese Weise maß­geb­lich Ver­pa­ckungs-, Trans­port- und Müll­kos­ten ver­min­dert wer­den." Die Form der Fla­sche und ins­be­son­dere ihr Deckel­mit dem Mikro­chip sind aus dem Logo der Expo her­ge­lei­tet.

Maxi­mi­lian Menck hat an der AMD Ham­burg den Bache­lor-Stu­di­en­gang "Raum­kon­zept und Design (B.A.)" belegt und erfolg­reich abge­schlos­sen; er arbei­tet als Desi­gner erfolg­reich in Ham­burg.

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