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Wem kann man vertrauen? Gute Siegel für nachhaltige Mode
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    Wem kann man vertrauen? Gute Siegel für nachhaltige Mode

    Wie kann man Licht in das Siegel-Dickicht der nachhaltigen Mode bringen? Dieser Aufgabe stellte sich Elke Vohrmann, Diplom-Ökonomin und Unternehmensberaterin für Nachhaltigkeit, als sie am 6.11.2019 einen Vortrag im Rahmen von „Utopie oder Realität? Kriterien nachhaltiger Mode“ an der AMD in Düsseldorf hielt. Es gibt über 100 Siegel und Label, die den Kunden Nachhaltigkeit versprechen. Aber nur wenige sind wirklich vertrauenswürdig und erfüllen glaubhaft strenge Kriterien hinsichtlich ökologisch-nachhaltiger und fairer Produktion von Bekleidung. Elke Vohrmann gab den Studierenden Tools an die Hand, mit denen sie selber beurteilten können, welche Siegel wirklich sinnvoll sind. Zunächst empfahl sie den angehenden Führungskräften, dass sie sich kritisch mit Nachhaltigkeitsberichten der Modefirmen auseinandersetzen. Seit 2017 müssen große börsennotierte Firmen in der EU Berichte über Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange veröffentlichen, während der deutsche Nachhaltigkeitskodex als Richtlinie für alle deutschen Unternehmen gilt. Vohrmann nannte hier den Bericht des Outdoor-Labels VAUDE als vorbildlich.

    Ferner empfahl sie Internet-Tools, die Siegel bewerten. Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung klärt mit www.siegelklarheit.de über Siegel der Bekleidungsbranche auf. Die Verbraucher Initiative e.V. informiert mit www.label-online.de über die ganze Breite der textilen Siegel, über Firmenlabels, Eigenmarken, Prüfzeichen bis hin zu unabhängigen Gütezeichen. Auch die Nichtregierungsorganisationen Christliche Initiative Romero und Greenpeace bieten kritische Wegweiser durch das Labyrinth der textilen Siegel und Labels.

    Zum Abschluss verwies Vohrmann auf den für die ökonomischen Nachhaltigkeit wichtigen Begriff der „Suffizienz“. Er bedeutet „das richtige Maß“. Suffizienz beachtet die natürlichen Grenzen der Ressourcen und fordert Selbstbegrenzung und Entschleunigung des Konsums. Diese Forderung an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen ist Jahrtausende alt. Schon die antiken Philosophen Platon und Cicero formulierten Maßhalten als eine der zentralen Kardinaltugenden der Menschen.

    Diese Vortragsserie wird von Engagement Global GmbH, Service für Entwicklungsinitiativen, mit öffentlichen Mitteln des Landes NRW gefördert.

    Credits:
    Text: Elisabeth Hackspiel-Mikosch
    Bilder: Elke Vohrmann, Magdalena Kluth

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