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VIPs für einen Tag – Einblick in die Geheimnisse der Maison Louis Vuitton
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    VIPs für einen Tag – Einblick in die Geheimnisse der Maison Louis Vuitton

    Louis Vuitton
    Louis Vuitton

    Dienstagmorgen – eigentlich ist Unterricht angesagt. Doch das Erstsemester des Studiengangs Fashion Journalism & Communication der AMD München tauschte für einen Tag das Klassenzimmer gegen die Maison Louis Vuitton in der Residenzstraße. Statt regulärer Vorlesungen stand an diesem Vormittag eine Exkursion durch die Filiale des prestigeträchtigen Modehauses auf dem Stundenplan. Gemeinsam mit Kathrin Seiler, Dozentin im Fach Brand Communication, erhielten die Studierenden einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Luxusmarke und konnten im Anschluss die aktuelle Fotoausstellung im Espace Louis Vuitton besuchen.

    Die über tausend Quadratmeter großen Räumlichkeiten des Stores befinden sich in einem geschichtsträchtigen Gebäude, Baujahr 1754 – der einstmals ersten Post Bayerns. So ergab sich auch der Name „Residenzpost“, erklärte Fethi Nefati, einer der 50 Mitarbeiter der Filiale. Der Teamleiter des Men’s Universe begleitete die Erstsemester nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Brand durch die Ladenfläche der dreistöckigen Maison. Den Namen Maison, also Haus, tragen nur die größten Louis Vuitton-Stores – Boutiquen, die alle Produktsparten anbieten.

    Hier reihen sich Schuhe, Taschen und Kleidung aneinander; alles gefertigt in eigenen Produktionsstätten, was, so Fethi Nefati, Louis Vuitton von anderen Marken unterscheide.

    Holzvertäfelte Wände, hinter denen sich Flatscreens verbergen, ein goldener Tisch mit eingelassenem Aschenbecher und elegante Polstermöbel im Stil der 70er Jahre – Highlight für die Studierenden war der rare Blick in den VIC-Room. Normalerweise dürfen diesen nur „Very Important Customers“ betreten, Kunden mit einer Historie von über 100.000 Euro Ausgaben bei Louis Vuitton.

    Weiter ging es zur „Invitation-Wall“, der Wand, die die Besucher beim Betreten des Ladens als erstes sehen. Diese wird täglich neugestaltet, mit prestigeträchtigen Taschen aus Krokodil- oder Straußenleder. Unter den Giganten der Modebranche findet momentan ein kollektives Umbesinnen statt: Exotenleder möchten sie in Zukunft vermeiden. Nicht so Louis Vuitton, wie Fethi Nefati betonte. Der Luxuskonzern hat bezüglich dieser Materialien immer noch eine hohe Nachfrage und will auf seine Kundenwünsche eingehen – allerdings achtet er dabei auf nachhaltiges Sourcing.

    Das französische Modeunternehmen hatte seine ersten Erfolge ab 1854 mit Gepäckstücken gefeiert. Und so nehmen Travel Accessories auch heute noch eine große Abteilung der Maison ein. Im Lauf der Zeit hat sich die Art des Reisens allerdings stark verändert, und mit ihr auch die edlen Koffer. Waren diese oben zunächst rund, wurden sie mit den Jahren abgeflacht und zudem leichter konstruiert. Der ursprüngliche Leinenstoff wich beschichtetem Canvas. Dessen Herstellungsort ist so geheim, dass nur die LV-Eigentümer ihn kennen.

    Auch die Kundschaft hat sich gewandelt. Schneiderte der Konzern früher noch für Napoleons Gemahlin Prinzessin Eugénie, so stattet er heute vor allem Hollywoodgrößen und Instagram-Stars wie Caro Daur aus.

    Diese posierte erst kürzlich mit der neuesten LV-Handtasche, der wiederaufgelegten Multi Pochette. Im Store in der Residenzstraße kann man das teure Stück jedoch nicht erwerben: Das Accessoire wird künstlich verknappt und ausschließlich den Usern der Louis-Vuitton-App zum Kauf angeboten.

    Nach diesem exklusiven Erlebnis ging es für die Besucher in den frei zugänglichen Espace Louis Vuitton. Insgesamt vier Kulturstätten dieser Art gibt es weltweit. Neben München werden in Peking, Tokyo und Venedig Kunstwerke aus dem Besitz der Brand präsentiert. In der von Menswear Designer Virgil Abloh kuratierten Fotoausstellung „Coming of Age“ sind mit Pins befestigte Bilder zu sehen, die Jugendliche verschiedener gesellschaftlicher Schichten zeigen. Die Werke, die übrigens alle nicht betitelt sind, stammen von sowohl bereits etablierten Fotografen als auch von Newcomern. Die Koexistenz der Maison und des Espace Louis Vuitton spiegelt die Wechselbeziehung zwischen Mode und Kunst wider. Für das Luxushaus spielt diese Symbiose eine tragende Rolle, weshalb sie in den Laufstegkollektionen immer wieder thematisiert wird.

    Gegen Ende der Führung hatte Guide Fethi auch aus seiner eigenen Vita erzählt: Der ehemalige Informationsmanagement-Student wollte ursprünglich Designer werden, entschied sich jedoch für den Managementbereich. Nach einem Praktikum bei Philipp Plein und einer Anstellung bei Louboutin begann er bei Louis Vuitton als Teamleiter. „Schauen, dass das Business läuft“, lautet seine persönliche Stellenbeschreibung. Soll heißen: entscheiden, welche Artikel man im Store promoten möchte, Mitarbeiter einstellen, einarbeiten und entlassen sowie den Kontakt zu Kunden zu halten oder diese auch mal nach Paris zu begleiten.

    Louis Vuitton stellt auch für die Studierenden der AMD einen möglichen zukünftigen Arbeitgeber dar, und einige schienen sich in den Sesseln der Maison schon sichtlich wohlzufühlen. Das Knüpfen von Kontakten war für die Gruppe genauso wertvoll wie die Einblicke in das Marketing und die Verkaufsstrategien einer internationalen Luxusmarke.

    Kassandra Schneider, FJC_1

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