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TextilWirtschaft Köpfe Portrait: AMD Alumnus Frederik Brakel, Digitalchef der Central Group
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    AMD News

    TextilWirtschaft Köpfe Portrait: AMD Alumnus Frederik Brakel, Digitalchef der Central Group

    Der Brückenbauer: Frederik Brakel soll als Digitalchef die
    Central Group mit ihren Flaggschiffen Rinascente und KaDeWe sichtbarer im Netz machen

    Italienisch paukt er nicht mit dem Buch oder einem Sprachlehrer, sondern mit dem Online-Programm Babbel. Jeden Tag zehn bis 15 Minuten übt Frederik Brakel so Vokabeln und Grammatik ein.

    Das passt zur neuen Rolle des 35-jährigen, der soeben von Zalando in Berlin zur Central Group in Mailand gewechselt ist. Seit dem 1. Juli kümmert sich der gebürtige Lüneburger um die Digitalstrategie des Warenhaus-Verbunds, zu dem unter anderem Rinascente, das KaDeWe in Berlin, das Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München gehören.

    Er berichtet an Vize-Präsident Vittorio Radice und arbeitet eng mit dem Chief Operating Officer, Stefani Della Valle, zusammen.

    Was Brakel entwickeln soll, kommentiert die Central Group nicht, ein Interview mit dem Deutschen wird nicht gewährt. Die grobe Richtung lässt sich aber erahnen. Während US-Department Stores wie Neiman Marcus sehr umtriebig im Internet sind, hat sich die Gruppe um Rinascente bislang zurückgehalten- E-Commerce lehnt sie bis heute ab.

    Allerdings kann auch sie dem Digitalen nicht länger scherließen. Mehr und mehr Kunden informieren sich im Web. Dementsprechend wird es für ein Warenhaus in Zukunft wichtig sein, den Kunden auf seiner digitalen Suche früh zu begleiten. Erste Schritte sind getan. Seit Herbst bietet Rinascente einen Concierge-Service über Nachrichtendienste wie Whatsapp an.

    Brakel kommt nun die Aufgabe zu, dabei mitzuhelfen, Warenhäuser wie Rinascente im Netz sichtbarer zu machen. Für die Rolle des Brückenbauers ist er prädestiniert. Brakel hat nicht das typische Profil eines Digitalchefs. Er ist kein Informatiker oder Ex-Berater, sondern Modeexeperte. Er studierte an der Münchner Modeakademie AMD und begann seine Karriere als Einkäufer bei P & C Düsseldorf.

    Als er 2010 zu Zalando wechselte, sensibilisierte er den technisch versierten Online-Händler für das emotionale Produkt Fashion. Spannende Sortimente, packende Präsentation, passender Preis. Zuerst war er Menswear-Einkäufer. Dann baute er das Fast Fashion-Angebot aus und schloss Partnerschaften mit Labels wie Gap, Topshop und den Marken der Bestseller-Gruppe. Später kümmerte er sich um Anschlussgrößen. Zum Schluss leitete er die Premium-Sparte, nah dran an Zalando-Gründer David Schneider.

    Nach acht Jahren versucht Brakel nun sein Glück in Mailand. Seine Italienisch-Kenntnisse sind nicht nur im Büro vonnöten. Er ist auf Wohnungssuche.
    Und da sich im August das ganze Land in den Urlaub verabschiedet, muss Brakel schnell losbabbeln.

     

    Autor: Tobias Bayer, TextilWirtschaft
    Erschienen in der TextilWirtschaft Nr. 29 / 19. Juli 2018

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