Prof. Dr. Katharina Klug im Interview zu Pop-up Stores

PROF. DR. Katharina Klug

Pop-up Stores ent­ste­hen aller­orts und sind als Mar­ke­ting­maß­nahme in aller Munde. Nicht nur die Mode­bran­che bedient sich des unkon­ven­tio­nel­len Ansat­zes: tem­po­räre Laden­ein­hei­ten, die meist an unge­wöhn­li­chen Orten „auf­tau­chen“.

Katha­rina Klug ist Exper­tin für unkon­ven­tio­nelle Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Dis­tri­bu­ti­ons­an­sätze und wid­met sich in ihrer For­schung den „Maß­nah­men mit Über­ra­schungs­ef­fekt“. Die Mar­ke­ting­pro­fes­so­rin erläu­tert im Inter­view mit der „Gold­schmie­de­zei­tung – das Maga­zin für Schmuck und Uhren“ was unter dem Pop-up-Kon­zept zu ver­ste­hen ist und wor­auf erfolg­rei­che Stores ach­ten soll­ten.

Inter­es­sante Kern­aus­sa­gen aus dem Bei­trag bzw. zum Thema Pop-up Store all­ge­mein:

In der Mar­ke­ting-Pra­xis wird ver­all­ge­mei­nernd von Pop-up-Store gespro­chen, doch streng genom­men unter­schei­det man Pop-up- und Gue­rilla-Stores. Beim Pop-up-Store ist der Ver­kauf das über­ge­ord­nete Ziel. Dem­ge­gen­über sind beim Gue­rilla-Store eher Kom­mu­ni­ka­tion und Image vor­der­grün­dig.

Pop-up-Stores las­sen sich grund­sätz­lich bran­chen­über­grei­fend umset­zen, wenn­gleich sie der­zeit bspw. in der Mode-/Fashionindustrie oder im Lebens­mit­tel­sek­tor häu­fi­ger anzu­tref­fen sind als bspw. in der Schmuck- und Uhren­bran­che.

Die Her­aus­for­de­rung für Mar­ke­ting­ver­ant­wort­li­che ist es, Dauer, Ort und Sor­ti­ment des Stores so zu gestal­ten, dass er als unkon­ven­tio­nelle Dis­tri­bu­ti­ons- bzw. Kom­mu­ni­ka­ti­ons­maß­nahme von der Ziel­gruppe wahr­ge­nom­men wird.

Aktu­ell wird der Pop-up-Begriff man­cher­orts infla­tio­när ver­wen­det, wodurch er die Wir­kung des Beson­de­ren ver­liert. Beim Pop-up-Store zählt der Über­ra­schungs­ef­fekt.

 

Der voll­stän­dige Bei­trag erscheint in der Gold­schmie­de­zei­tung (Dez 2016, S. 12-16): „Gekom­men, um zu gehen“ (von Sebas­tian Höhn).

02.02.2017