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Digitalisierung, 3D-Design, Künstliche Intelligenz – Bericht zum Internationalen Symposium „My handcrafted Cyborg – Fashion & the Digital Turn“
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    Digitalisierung, 3D-Design, Künstliche Intelligenz – Bericht zum Internationalen Symposium „My handcrafted Cyborg – Fashion & the Digital Turn“

    Cameron-JamesWilson_Symposium
    Cameron-JamesWilson_Symposium

    Künstliche Intelligenz, 3D-Produktion, Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine, Avatare als Influencer – die Modebranche steht vor immensen Herausforderungen, die neue Wege des Denkens und Lehrens erfordern.

    Die AMD Akademie Mode & Design Düsseldorf, Fachbereich Design der Hochschule Fresenius hat zu diesen Themen am 11. Oktober zahlreiche Experten zum interdisziplinäres Symposium mit dem Titel My handcraftedCyborg – Fashion & the Digital Turn“ eingeladen.

    Was leistet die Digitalisierung für den Designprozess? Wie wird Mode in Zukunft entwickelt, produziert und vermarktet? Wie wird über und mittels Mode künftig kommuniziert? Und was bedeutet das für die Identität der KonsumentInnen in Zukunft? Diese Kernfragen sollten im Rahmen des interdisziplinären Symposiums angeschnitten werden.

    “My handcrafted Cyborg” steht für die Fusion Mensch-Maschine. Wie begegnen wir heute und morgen der Handarbeit und der maschinellen Fertigung? Die Antwort zu dieser Frage ist, wie in allen digitalen Themenbereichen, längst nicht mehr ein “entweder oder”, sondern ein “sowohl als auch”. Der Untertitel “Fashion & the Digital Turn” referiert an den “Iconic Turn” und versteht sich als Fortsetzung desselben.

    Die omnipräsente Digitalisierung fordert einen Paradigmenwechsel, die vierte industrielle Revolution ist mitten im Gang“, erläutert Prof. Claudia Ebert-Hesse, Dekanin des Fachbereichs Design der Hochschule Fresenius:„Das traditionelle Modesystem wird sich in den nächsten Jahren gravierend verändern, einhergehend mit einem kompletten Wertewandel und der Neudefinition von Mode. Wie viel Utopie und wieviel Dystopie beinhaltet diese “Schöne Neue Welt”? Und welche Veränderungen werden wir ethisch vertreten können? Wir sehen uns als Bildungsinstitut in der Verantwortung, gemeinsam mit Experten aus der Kreativbranche Antworten auf diese zukünftigen Fragestellungen zu finden“, resümiert sie. Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Tobias Engelsleben, Präsident der Hochschule Fresenius eröffnet.

    Gemeinsam mit den internationalen Referentinnen und Referenten wurden folgende Fragen aufgeworfen: Was leistet die Digitalisierung für das neue Designverständnis? Die geladenen Experten arbeiten auf dem Gebiet der 3D-Produktion und Avatare, forschen als Wissenschaftler mit dem Schwerpunkt Digitalisierung Avatar und KI, sind Entrepreneure der Generationen Y und Z oder Experten aus der Modewirtschaft und Lifestyleindustrie.

    Paradigmenwechsel in den Creative Industries

    Prof. Dr. Ingo Rollwagen von der AMD Akademie Mode & Design sprach in seinem spannenden Einführungsvortrag über den Paradigmenwechsel in den Creative Industries und die massiv veränderten Rahmenbedingungen, die sich durch die Digitalisierung, insbesondere Themen wie Künstliche Intelligenz im Kontext der Designdisziplinen ergeben. Prof. Vera Doerk, AMD Akademie Mode & Design, referierte anhand von anschaulichen Beispielen aus Kunst und Architektur über künstlerische Prozesse an der Schnittstelle zwischen Kreativität und Digitalisierung. Prof. José Teunissen, Dekanin am London College of Fashion, zeigte in einer Studie, inwieweit Digitalisierung die Anforderungen an die Designausbildung verändert. Ihr internationales Projekt Education 4 Fashion Tech (E4FT) zielt darauf, Innovationsprozesse an den Hochschulen zu initiieren.

    Bezogen auf die Anwendung waren zahlreiche aktuelle Beispiele aus der Branche zu sehen: Gerber Technology unterstützt mit Software-Lösungen Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie auf ihrem Weg in die Industrie 4.0. Marketing und Communication Director Dipl.-Ing. Yvonne Heinen-Foudeh zeigte die schnell fortschreitenden Möglichkeiten der Digitalisierung und Automatisierung anhand von zahlreichen Anwendungen – vom innovativen Designprozess bis hin zur schon sehr perfekten 3-D-Visualisierung. Stichworte wie Visualisierung, Virtuelle Produktentwicklung und Customization spielten auch beim Vortrag von Dipl-Ing. Verena Goldberg eine wichtige Rolle. Sie machte anhand von vielen Beispielen aus der Praxis deutlich, wie weit die Branche bereits die neuen Technologien nutzt bzw. wo es noch Lücken gibt.

    Auf innovative Produktionskonzepte setzt auch die Marke Alpha Tauri: Dipl.-Ing. Murat Acevit, CPO Global Consumer Products Red Bull erläuterte, was Customization für Marken, Handel und Konsumenten bedeutet. Im Berliner KaDeWe konnten Konsumenten im Rahmen eines Projekts individualisierte Strickprodukte erwerben, die vorort produziert wurden. Diese zukunftsträchtigen Produktionskonzepte sind beim Unternehmen immer flankiert von Kommunikationsmaßnahmen der Marke.

    Community und Communication

    Um Kommunikation ging es auch in den Vorträgen der Designmanager Joann Dogondke und Victor Braun. Dogondke hatte in ihrem Vortrag „Fashionshow 4.0“ die Frage angeschnitten, wie Modenschauen in Zukunft aussehen können und inwieweit Virtual Reality-Elemente eingebettet werden können. Das VR-Konzept ihrer Abschlussarbeit konnten die Besucher direkt voort testen. Der Designer Victor Braun stellte in seinem Vortrag die Design- und Kommunikationsstrategie seiner Marke VBS (Victor Braun Studios) in der Praxis vor. In der Interaktion mit seinen Followern entwickelt der Influencer neue Designideen für seine Linie.

    Als eines der Highlights des Tages präsentierte der britische Künstler Cameron-James Wilson die Entwicklung seiner digitalen Supermodels. Er wurde durch seine Kooperation mit der französischen Luxusmarke Balmain und seiner „Virtual Model Army“ bekannt. In seiner ersten voll digitalen Agentur „The Diigitals“ kreiert er künstliche Models wie Shudu oder Dagny, die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt durchbrechen. Seine Models erscheinen in Kampagnen von Ellesse, Smart und in Magazinen wie Vogue oder Womens Wear Daily.

    In der Abschlussrunde unterstrichen alle Gäste und Zuhörer die enorme Informationsdichte und Themenvielfalt des Tages. Yvonne Heinen-Foudeh, Marketing und Communication Director Gerber Technology resümiert: Ein herzliches Dankeschön für einen Tag voller Inspiration und wertvollem Feedback an der AMD Akademie Mode & Design Düsseldorf.“

    Die Unternehmen AlphaTauri und Gerber Industry haben die Durchführung des Symposiums an der AMD Akademie Mode & Design als Sponsoren unterstützt.

    Initiatorinnen des Symposiums sind die Dekanin des Fachbereichs Design der Hochschule Fresenius, Prof. Claudia Ebert-Hesse, Dipl.-Des. Ina Köhler, Studiengangsleiterin Fashion Journalism and Communication (B.A.) und Nina Kloth-Strauß M.A. Beteiligt sind die Studiengänge Mode Design (B.A.) und Fashion Journalism and Communication (B.A.) der AMD Akademie Mode & Design Düsseldorf. Die Ergebnisse des interdisziplinären Symposiums werden publiziert.

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