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Modejournalismus-Absolventin eröffnet in München eigene Ausstellung im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus
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    AMD News

    Modejournalismus-Absolventin eröffnet in München eigene Ausstellung im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus

    Judentum – Zwischen Mode und Religion
    Sabine Resch (Studiengangsleiterin Fashion Journalism and Communication (B.A.) AMD München),
    AMD Absolventin Liana Boldova, German Denneborg (Ministerialdirigent Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus)

    Die Abschlussarbeit mit dem ungewöhnlichen Thema „Judentum – Zwischen Mode und Religion“ der Modejournalismus-Absolventin Liana Boldova wird derzeit in einer temporären Ausstellung im Kultusministerium München präsentiert.

    Die beiden ausgestellten Fotostrecken, die im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der AMD entstanden sind, zeigen zwei ganz unterschiedliche Blickwinkel auf das Judentum und ihre Verbindung zu Mode.

    „The Modern Jew“ ist eine inszenierte Fotostudio-Strecke und interpretiert traditionelle, jüdische Kleidungsstücke mit modernen Fashiontrends. Hier hat Liana Produktion und Styling übernommen.

    „Streets of Antwerp“ ist dagegen eine journalistische Bildreportage und zeigt die jüdische Bevölkerung und ihre traditionelle Kleidung im Alltagsleben des jüdischen Viertels in Antwerpen. Diese Bilder hat Liana auch selbst fotografiert.

    „Ich bin überglücklich über die Ausstellung und fühle mich geehrt, hier im Staatsministerium meine Abschlussarbeit präsentieren zu dürfen – und dass das Thema gesehen wird. Ich bin mit den Traditionen eines jüdischen Hauses aufgewachsen, daher ist das mein Herzblut-Thema. Ich habe mich sehr gefreut, die Arbeit ao überhaupt schreiben zu dürfen, zu recherchieren, die Interviews zu führen und die Fotos zu machen,“ so Liana Boldova.

    Die AMD und vor allem Sabine Resch, Lianas betreuende Studienleiterin, freuen sich über die gelungene Ausstellung und die damit verbundene Anerkennung dieser exzellenten Arbeit und des modern interpretierten Themas. Wir bedanken uns beim Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus für die Wertschätzung.

    Über ihre Person, ihre Arbeit und ihre Inspiration sagt sie weiter:

    „Aufgewachsen in einer jüdischen Familie, lernte ich die entsprechenden Traditionen kennen und schätzen. Als einzige Jüdin im Kurs an der AMD wiederum konnte ich meinen KommilitonInnen meine Religion näherbringen. Genau das mache ich auch in meiner Arbeit: einen neuen, noch nicht gesehenen Blickwinkel beleuchten und damit ein sensibles Thema an einem anderen Punkt hervorheben.

    Inspirationen für meine Arbeit waren nicht nur meine religiöse Herkunft, sondern auch Reisen nach Israel. So waren meine Eltern und ich auf jüdischen Festen geladen, so auch diesen Sommer auf einer jüdische Hochzeit von orthodoxen Freunden aus einem der strengsten jüdischen Viertel von Bnei Berak (nördlich von Tel Aviv).

    Wir besuchten nicht nur Zeremonien, sondern auch einen Shabbat, dem traditionellen jüdischen Ruhetag. Der beginnt schon am Freitagnachmittag. Der Shabbat ist etwas Festliches und dafür kleiden sich die Leute eleganter und schicker, vergleichbar etwa mit dem Sonntagsgottesdienst in der christlichen Kirche. Am Samstagmorgen in der Synagoge beim morgendlichen Gebet sah ich mich um: Noch nie habe ich so einen vollen Gottesdienst gesehen – Mütter, Kinder, Großmütter, Enkel. Die Männer sind getrennt von den Frauen platziert. Auffallend schön: deren Kostüme, Röcke, Kleider und – Perücken, die verheiratete, streng jüdische Frauen im Alltag tragen.  Noch schicker war es auf Hochzeiten. Nicht nur die Frauen trugen unbeschreiblich elegante Kleider und auch ihre Töchter und Enkelinnen waren festlich gekleidet. Und eine jüdische Braut in einem pompösen, hochgeschlossenen Kleid beweist immer wieder: auch religiöse Mode kann elegant und schick aussehen. Die Männer tragen nicht nur ihre besten Anzüge, sondern auch die festlichen Schtreimel (Kopfbedeckung verheirateter jüdischer Männer) aus Zobel.

    Erlebnisse wie diese und meine jüdische Herkunft inspirierten mich zum Thema „Judentum – zwischen Mode und Religion“. Diese war zwar von Israel inspiriert, jedoch will ich die Themen „Israel und Juden“ auch differenzieren, um zu zeigen, wie stark Judentum in Europa (und Amerika) praktiziert wird.

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