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Kreative gegen Krebs – Interview mit Saskia Diez und Ralf Schwartz über die erfolgreiche Kampagne
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    Kreative gegen Krebs – Interview mit Saskia Diez und Ralf Schwartz über die erfolgreiche Kampagne

    Studierende der AMD Akademie Mode & Design in Düsseldorf haben in ihrem Modul „Advertising“ eine Kampagne für den Warrior der Initiative Kreative gegen Krebs entwickelt. Gründer der Initiative ist Ralf Schwartz. Er kontaktierte die Designerin Saskia Diez, die das Schmuckstück als Symbol des Engagements gegen Krebs entwarf. Die Gewinner-Kampagne „Schlag den Krebs. Zusammen.“ Wurde von den Studierenden Jakob Karrer (Marken- und Kommunikationsdesign), Franziska Krähahn (Modedesign), Lukas Danowsky (Design Management) und Mara Werdin (Fashion Journalism and Communication) gestaltet. Die Dozierenden Martin Breuer und Martin Staubach leiteten das Projekt und unterstützten ihre Studierenden?

    Die Mission hinter KREATIVE GEGEN KREBS ist: “Dem Menschen Mut machen. Dem Krebs die Kraft nehmen.” Was bedeutet für Sie persönlich Mut?

    Ralf Schwartz: Heutzutage? Persönliches Wachstum. Über das Normale, Normative hinaus. Sich auf die Suche nach sich selbst begeben, verborgen unter all dem Konsum, den Eitelkeiten und Sachzwängen. Eigene Erfahrungen machen, auch wenn das beschwerlicher ist. Eine fundierte eigene Meinung bilden und Persönlichkeit formen. Damit unerschrocken auf Neues/Unbekanntes zugehen. Auch auf Alter, Krankheit, Krebs. Positiv denken. Seinem Leben einen qualitativen, statt quantitativen Sinn geben, denn das bildet Resilienz für die Momente des Lebens, die Mut von uns verlangen.

    Was verbinden Sie mit dem Faustsymbol?

    Ralf Schwartz: Den Willen und Wunsch, für das Gute in der Welt – und in jedem einzelnen Menschen – zu kämpfen.

    War dies die Inspiration für die Warrior Kette?

    Saskia Diez: Mein Ziel war es, die Faust aus dem Logo von Kreative gegen Krebs zu nehmen und diese als Anhänger umzusetzen. Hierfür gab es unterschiedliche Ansätze. Teilweise spielte das Wattestäbchen mit dem Pinselende eine Rolle, teilweise war das Element zweidimensional aus Silberblech gefertigt. Am Schluss habe ich aus Wachs eine dreidimensionale Faust geschnitzt, aus der dann ein Gussmodell wurde. Die Faust hängt nun so an der Kette, als würde sie sich an der Kette festhalten.

    Welche Bedeutung haben Schmuckstücke allgemein für Sie?

    Saskia Diez: Schmuck hat für mich viel mit Liebe zu tun und besitzt Talisman-, Schutz- und Energie – Qualitäten.

    Ralf Schwartz: Schmuck ist einerseits immer auch Statement, und wie Kleidung Ausdruck unserer Persönlichkeit – bewusst oder unbewusst. Schmuck ist andererseits Frage des Stils, nicht modischer Aktualität.

    Menschen, die diese Kette tragen sollen…?

    Ralf Schwartz: … selbst WARRIOR sein. Im besten Sinne. Alte, Kranke, Schwache beschützen. Für Wahrheit, Recht, Gerechtigkeit, Inhalte und Ideale kämpfen. Durch alltäglich vorbildhaftes Denken und Handeln andere inspirieren, es ihnen gleich zu tun.

    Was verbinden Sie mit dem Begriff Warrior?

    Saskia Diez: Stolz, Mut, Anmut, Kraft und Energie.

    Und was bedeutet Kämpfen für Sie?

    Saskia Diez: Sich nicht brechen lassen. Aus diesem Grund soll die Kette Kraft und Mut geben und dies verstärken.

    Ralf Schwartz: Kämpfen bedeutet sich emphatisch, engagiert, effektiv für eine Sache, Idee, Vision einzusetzen, die idealerweise größer ist als wir selbst. Mit Worten und Taten, gewaltlos.

    Die Studierenden der AMD arbeiteten an der Kampagne für die WARRIOR Kette. Was waren die Erwartungen?

    Ralf Schwartz: Wirkung. Dass unsere Studenten Tacheles reden, Tabus brechen, Sprache verunordnen, Grenzen hinausschieben, out-of-the-Box denken, neue Wege gehen und fantastische Headlines und Slogans in den Köpfen der Menschen zu Geflügelten Worten werden lassen, die “Dem Menschen Mut machen. Dem Krebs die Kraft nehmen.”.

    Was wünschen Sie sich zukünftig im Umgang mit der Krankheit?

    Saskia Diez: Ich wünsche mir, dass Krebs seinen Schrecken verliert und dass wir ihm stärker und kraftvoller und unbesiegbarer gegenübertreten können.

    Ralf Schwartz: Ich würde mir wünschen, die allgemeine Konversation über Krebs anzukurbeln. Wir brauchen einen neuen gesellschaftlichen Konsens, wie wir leben wollen. Wie wir mit Alter, Krankheit, Krebs, Corona, Klimawandel, Tod umgehen wollen. Ob wir Menschen, die uns die Liebsten waren, weiter in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Statistiken verstecken. Ob uns billigstes Fleisch wichtiger ist als wahre (Lebens-)Qualität. Ob wir uns ersatzbefriedigen an billigem Tand oder unserem Leben endlich einen Sinn geben. Der Krebs ist da nur die Spitze des Eisberges.

    Saskia Diez

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