menu
menu
Wem gehört die Zukunft in der Mode? Fast Fashion vs. Slow Fashion
Navigation
    chat_bubble_outline

    Sie möchten uns eine Nachricht schicken? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme! Vielen Dank.

    AMD News

    Wem gehört die Zukunft in der Mode? Fast Fashion vs. Slow Fashion

    Welcher Takt bewegt die Mode?
    Was sind die Konsequenzen?

    Darüber diskutierten hochkarätige Experten aus der
    Modebranche beim Campus Talk in Düsseldorf

     

     

    Welcher Takt bewegt die Modebranche?

    Anlässlich des Open House und der weltweiten Fashion Revolution Week lud die
    AMD Düsseldorf am 29.4.2017 zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ein.
    Der Rhythmus des Modewechsels wird immer schneller. Angesagte Marken wie Burberry verkaufen mit „See now buy now“ direkt vom Laufsteg. Der rasante Saisonwechsel ist für beliebte vertikale Modeanbieter mit bis zu 24 Kollektionen im Jahr nichts Neues. Doch welchen Preis bezahlen Umwelt, Produzenten und Verbraucher für diese Schnelligkeit und den ungeheuren Anstieg des Modekonsums? Gibt es keine Alternativen, wenn man auf dem Modemarkt bestehen will?
    Wem gehört die Zukunft, Fast Fashion oder Slow Fashion? Darüber diskutierten erfahrene Experten aus der Modebranche mit dem Publikum und der Moderatorin Elisabeth Hackspiel-Mikosch, Professorin für Modegeschichte und Modetheorie an der AMD Düsseldorf.

     

    Ursachen und Folgen von Fast Fashion

    Thomas Hill, Mitglied des Trendboards des Deutschen Mode-Instituts und seit vielen Jahren als Design-Verantwortlicher für bekannte deutsche Marken tätig, erklärte, wie sich das erfolgreiche Geschäftsmodell „Fast Fashion“ bisher entwickelt hat und an welche Grenzen es inzwischen stößt. Er erläuterte, wie preissensibel Kunden mittlerweile seien, verursacht u.a. durch vertikale Anbieter von Fast Fashion.

     

    Mode zwischen Fast und Slow Fashion

    Jörg Ehrlich, Mit-Inhaber und Chefdesigner der erfolgreichen deutschen Premiummarke ODEEH, hat sich von der preiswerten industriellen Massenproduktion abgewandt. Stattdessen legt ODEEH größten Wert auf die Qualität der Materialien, z.B. aus Norditalien. Seine anspruchsvollen Kollektionen werden in deutschen Ateliers, Meisterbetrieben und Manufakturen hergestellt. Auch wenn ODEEH mit erheblichem Zeitaufwand und großer Sorgfalt seine Kollektionen entwickelen kann, so ist Ehrlich doch der Meinung, dass jeder Modedesigner die Schnelligkeit des Modewandels im Auge behalten müsse, um auf dem Markt zu bestehen.

     

    Es geht auch anders

    Heiko Wunder von dem jungen und ebenfalls erfolgreichen Düsseldorfer Modelabel Wunderwerk stellt konsequent ökologische und soziale Verantwortung in den Vordergrund seiner Kollektion. Diese wurde inzwischen mit den renommierten Preisen EcoDesign und PETA Vegan Fashion Award ausgezeichnet. Er sagt: „Wer heute Avantgarde in der Modebranche sein will, muss Fragen des 21. Jahrhunderts beantworten – und dazu gehört der Umgang mit knappen Ressourcen wie Wasser oder Energie“. Auf Anfrage von Malte Kiel, einem ehemaligen AMD-Studenten, heute im Creative Management von Boss Green & Orange, erklärte Wunder ausführlich,
    wie problematisch die herkömmliche Bearbeitung von Jeans sei. Er ergänzte welche Alternativen es inzwischen gibt, um Jeans zu produzieren, die weder der Umwelt noch der Gesundheit des Konsumenten schaden.

     

    Vertrauen schaffen

    Heike Hess, Geschäftsführerin des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft e.V. (IVN) erklärte, welche hohen Anforderungen die vom IVN vergebenen Gütesiegel „Naturtextil IVN zertifiziert Best“ und „Naturleder IVN zertifiziert“ stellen.
    Ihrer Meinung nach ist es durchaus technisch und ökonomisch möglich, Mode herzustellen, die strenge ökologische Auflagen erfüllt und gleichzeitig den Arbeiterinnen und Arbeitern menschenwürdige Arbeitsbedingen mit existenzsichernden Löhne schaffe. Allerdings verwies sie auch auf die Komplexität dieser Probleme, die auch gesellschaftspolitische Fragen berührten. Hess erläuterte, dass das vom Entwicklungsminister Gerd Müller 2014 gegründete Deutsche Bündnis für nachhaltige Textilien genau diese Fragen beantworten wolle.

     

    Verantwortung übernehmen

    Zum Abschluss waren sich alle Referenten einig, dass das Thema der Podiumsdiskussion äußerst komplex aber auch wichtig für die Zukunft der Mode ist. Prof. Hackspiel-Mikosch verwies hier auf die Verantwortung, die sowohl die Kunden, die Hersteller aber auch die Hochschulen tragen. Die AMD hat längst ihre Verantwortung erkannt und unterstützt diesen wichtigen Diskurs mit öffentlichen Diskussionen und mit dem Studentenprojekt „BUY GOOD STUFF“ Fair Fashion Guide zu deutschen Städten (www.buygoodstuff.de).

     

     

    Elisabeth Hackspiel-Mikosch, Akademie Mode & Design Düsseldorf

    Weitere News

    Newsletter

    Abonnieren Sie unseren Newsletter und bleiben Sie auf dem Laufenden rund um die Aktivitäten der AMD Akademie Mode & Design.

    Hochschule Fresenius AMD Akademie Mode & Design

    Staatlich anerkannt sowie akkreditiert durch: