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Forschungsschwerpunkt I
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    Forschungsschwerpunkt I

    Forschungsschwerpunkt I

    VISUELLE KULTUREN

    Am Fachbereich-Design ist mit dem Titel der Visuellen Kulturen ein weites Themen- und Methodenspektrum angesprochen. Durch die Einbeziehung der „Kulturen“ soll gekennzeichnet werden, dass es sehr unterschiedlich ausgerichtete visuelle Phänomene gibt, die kulturell abhängig und damit auch und vor allem geschichtlich sind. Es ist gerade diese Entwicklungsgeschichte, welche die historische und eben kulturelle Verwurzelung visueller Gestaltung bezeichnet. Ihre gegenwärtige Brisanz ist größtmöglich; durch zuvor nie dagewesene mediale Verbreitungsmöglichkeiten erhalten kulturelle Konflikte oder historische Ereignisse neue Qualitäten, wenn etwa vom „Krieg der Bilder“ oder einem neuen Bildersturm die Rede ist. Der Fachbereich-Design ist naturgemäß durch seine gestalterischen Fächer selbst Teil dieser visuellen Kulturen, die er vor dem Hintergrund postkolonialer Theorie deshalb kritisch hinterfragen muss. Visuelle Kulturen, wie sie der Fachbereich-Design versteht, meinen nicht nur das zweidimensionale, gegenständliche Bild/ Foto, sondern darüber hinaus auch die räumliche Auffassung durch Skulptur, Architektur und Urbanistik. Und im Gegensatz zu den anglo-amerikanischen visual cultures will der Fachbereich-Design über die Konzentration auf zeitgenössische Konflikte zwischen Hoch- und Subkultur hinaus gerade auch den historischen Ansatz stärken. Der Schlüssel zum Verständnis der Visuellen Kulturen ist deren historische Rückbindung, ihre anthropologische, sozial- und gestaltungsgeschichtliche Verwurzelung. Forschungen aus Praxis und Theorie werden in der Reihe „Visuelle Kulturen“ des Fachbereich-Design publiziert.

    Design ist ein zentraler Bestandteil der Visuellen Kulturen, in deren Bereich die Forschungen am Fachbereich Design von einem Designverständnis ausgehen, das sowohl den Entstehungsprozess als auch sein visuelles Artefakt als Endprodukt miteinschließt – vom Entwurf zur Umsetzung. Dabei liegt die Betonung auf dem visuellen Artefakt, das in den meisten Fällen ein Gegenstand, etwas zwei- oder dreidimensional Haptisches ist, das Flächen- so wie Raumgestaltung betrifft (z.B. Plakat, Möbel, Mode, Innen- und Außenraum). Und auch virtuelle Darstellungen zählen dazu. Dieser Hinweis ist wichtig, da sich heute zunehmend auch ein Designbegriff durchsetzt, der das Visuelle nicht mehr voraussetzt, die Ästhetik ausgrenzt und stattdessen Denk-, Problemlösungs-, Organisations- oder Planungsprozesse (vgl. Forschungsschwerpunkt III), mithin das Management allgemein adressiert. Immer häufiger firmieren diese nicht-ästhetischen Designbereiche unter dem Begriff des Design thinking, das sich übrigens interessanter Weise vom Visual thinking (Arnheim) abzusetzen versucht. Diese terminologischen Entwicklungen tragen auch dazu bei, dass der Begriff „Design“ mittlerweile so vieldeutig geworden ist, dass seine Definition heute unmöglich scheint. Seine Entgrenzung führt zu Orientierungsverlust. Die Forschungen des Fachbereich-Design versuchen, die Begrifflichkeit vor dem Hintergrund des inflationären Designbegriffs auf den Prüfstand zu stellen und neu zu justieren. Gerade auch dieser Themenbereich fließt unmittelbar in die Lehre ein, wenn etwa in den Theoriefächern der Designbegriff als zentrale Problemstellung ihres Fachs von den Studierenden zu hinterfragen ist, oder wenn der Konzeptbegriff als wichtiger Teilbereich des Designs auf zwei Tagungen diskutiert und dann in der Lehre problematisiert wird. Grundlegend ist dabei ein historischer Zugang, der insbesondere in der Vormoderne ansetzt – etwa mit dem Hinweis, dass „Design“ von „disegno“ (ital.) bzw. „dessin“ (franz.) herzuleiten ist.

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