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Save The Food: Studierende entwickeln App-Konzept
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    Save The Food: Studierende entwickeln App-Konzept

    Manche von uns halten sich auf die Minute genau daran, andere sehen es eher als einen Richtwert: das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Nahrungsmitteln. Wie der Name schon impliziert, weist es darauf hin, bis wann Joghurt, Eier und Co. mindestens haltbar sind. Trotzdem werden viele Produkte nicht vor dem Ablauf konsumiert und landen schließlich im Müll. Diesem Problem wollten Teresa Rumpler, Franziska Reitinger, Jana Imling und Christinane Schweda entgegenwirken. So entschieden sich die Design und Innovationsmanagement (B.A.) Studierenden dazu, die „Savethefood“-App zu entwickeln, für die sie auch schon ein Patent angemeldet haben. Wie genau die App funktioniert und warum Nachhaltigkeit immer ein wichtiges Thema ist, erklären die vier Münchnerinnen im Interview.

    Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

    Unsere Vision war es, Menschen und der Umwelt zu helfen und so wirklich etwas zu bewegen. 
Ein großes Problem ist immer noch die Lebensmittelverschwendung. Jeder kennt die Situation, wenn man Lebensmittel wegschmeißen muss, weil man einfach vergessen hat, dass man sie gekauft hat. 
Diese Verschwendung kann theoretisch jeder von uns verringern und so zu einer besseren Umwelt beitragen. An diesem Grundgedanken feilten wir so lange weiter, bis uns ein konkretes Konzept für eine App einfiel, die dem Nutzer hilft, seine Lebensmitteleinkäufe optimal zu organisieren und zu verwerten.

    Was war das Schwierigste bei der Umsetzung?

    Die schwierigste Phase steht uns noch bevor; bisher haben wir das Konzept erarbeitet und das Patent angemeldet. Jetzt sind wir dabei ein Unternehmen zu finden, das unsere Idee auf den 
Markt bringen will und die App entwickelt und programmiert. „Savethefood“ wird also auch erst dann im App Store verfügbar sein.

    Wie soll die App dann genau funktionieren?

    Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum des Lebensmittels bald erreicht ist, weist ein Wecker in der App darauf hin und man erhält Vorschläge für Rezepte zur Verwertung der eingekauften Produkte. Dafür scannt man entweder die QR-Codes der verschiedenen Lebensmittel oder tippt sie manuell ein und gibt anschließend die Mengenanzahl an. Die App speichert das Produkt dann in einer Lebensmittelkategorie und stellt automatisch einen Wecker um den Endverbraucher mithilfe einer Pop-up-Nachricht daran zu erinnern, wann die Produkte ablaufen. 
Außerdem ordnet die App sie auch in verschiedene Dringlichkeitsstufen eingeordnet: Gelb bedeutet noch fünf Tage bis zum Erreichen des Haltbarkeitsdatums und Rot bedeutet noch zwei.

    Was bietet die App neben Rezepten noch?

    Der Grundgedanke ist die intelligente Kombination der Lebensmittel in Rezepten, um mehrere bald ablaufende Lebensmittel gleichzeitig verwerten zu können
. Sie informiert außerdem über die weltweite Lebensmittelverschwendung, um das Bewusstsein darüber zu schärfen, dass dieses Problem wirklich schwerwiegend ist. Eine wichtige Funktion ist unserer Meinung nach die Benachrichtigung,  kurz bevor die eingescannten Lebensmittel ablaufen. Durch die kurze Push-up-Notifikation wird kein Lebensmittel mehr vergessen.

    Wie funktioniert euer Geschäftsmodell? Und wie groß ist das Marktpotenzial?

    Das Marktpotenzial ist groß. Es gibt inzwischen zwar schon intelligente Küchen und Kühlschränke, die ebenfalls deine Lebensmittel registrieren und Rezeptvorschläge geben können. Doch diese Küchengeräte sind natürlich nicht für jeden erschwinglich. Unsere App hingegen soll für alle zugänglich sein.

     Welche Trends seht ihr in der Branche?

    Der nachhaltige Konsum wird immer wichtiger. Der Trend des Recyclings hat sich in Upcycling gesteigert und gipfelt im Precycling: Das heißt, man vermeidet Müll, indem gar nicht erst Verpackungen gekauft werden. In München hat beispielsweise seit einem Jahr ein verpackungsfreier Supermarkt eröffnet.
 Daran kann man allein erkennen, dass Nachhaltigkeit und Achtsamkeit, in Bezug auf unseren Konsum, wachsende Themen sind, die jedoch trotzdem nicht genug betont werden können.

    Gibt es ein großes Vorbild für euch?

    Christiane: Nein, für mich ist jeder ein Vorbild, der sich für andere einsetzt und Rücksicht auf andere nimmt.

    Teresa: Ich stimme Christiane zu! Auch ich habe kein konkretes Vorbild. Ich lasse mich aber gerne von Prominenten inspirieren, die sich für die Umwelt einsetzen.

     Spielt Nachhaltigkeit also auch privat eine Rolle für euch?

    Christiane: Auf jeden Fall! Ich denke, viele von uns machen sich Gedanken, wie man nachhaltiger leben kann. Mittlerweile nehmen auch immer mehr Menschen eine Stofftüte mit, anstatt an der Kasse eine Plastiktüte zu kaufen.

    Teresa: Ich benutze tatsächlich sehr ungern Plastiktüten und vermeide sie so oft es geht. Einfach um die Umwelt zu schonen. Mir wurde auch schon immer ans Herz gelegt mit dem Essen nicht verschwenderisch umzugehen, quasi überlegt einzukaufen und zu verwerten, damit nicht so viel weggeworfen werden muss.

    Franziska: Ich gehe auch immer mit einer kleinen Stofftüte außer Haus. So habe ich auch immer eine Tasche parat, wenn ich noch spontan etwas einkaufen muss.

    Wo steht die App heute in einem Jahr?

    Wir hoffen, dass sie in einem Jahr unentbehrlich für unsere Zielgruppe sein wird und dass 
sie aktiv im Alltag integriert ist. 
Toll wäre natürlich auch, dass durch die App deutlich weniger Lebensmittel weggeschmissen werden.

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